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Muskelspiel bis zum Morgengrauen

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Parlamentspräsident Schulz warnt vor "Friss Vogel oder stirb"

In trockenen Tüchern ist der von den Staats- und Regierungschefs geschlossene Deal noch lange nicht. Denn erstmals seit Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon muss auch noch das EU-Parlament zustimmen. Die Volksvertreter haben im Vorfeld bereits signalisiert, dass sie einen Kompromiss der Mitgliedstaaten, der das Budget für die nächsten sieben Jahre zu weit nach unten schraubt, ungenügende Akzente für Wachstum setzt und der Beseitigung sozialer Ungleichgewichte keine ausreichende Bedeutung beimisst, nicht einfach durchwinken werden. Somit dürfte die Brüsseler Basar-Nacht lediglich der erste Akt im Drama um die finanzielle Zukunft der EU gewesen sein.

Interview zum EU-Haushalt „Mehr Geld führt nicht unbedingt zu besserer Politik“

EU-finanzierte Strohfeuer helfen der Wirtschaft nicht auf die Beine, mahnt der Ökonom Sebastian Czuratis vom Centrum für Europäische Politik im Interview. Die Euroskepsis der Briten sieht er als Weckruf für die Union.

Interview zum EU-Haushalt: „Mehr Geld führt nicht unbedingt zu besserer Politik“

„Wir sind bereit zum Dialog, aber wenn gesagt wird "Friss Vogel oder stirb", dann glaube ich nicht, dass die europäischen Parlamentarier sich das gefallen lassen“, schrieb EU-Parlamentspräsident Martin Schulz den Staats- und Regierungschefs ins Stammbuch. Tatsächlich wäre es wohl klüger gewesen, das Parlament enger in die Beratungen über en mehrjährigen Finanzrahmen einzubeziehen.

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Das Abgeordnetenhaus stößt sich vor allem auch an der Tatsache, dass die Zahlungsermächtigungen deutlich geringer ausfallen sollen, als die Zahlungsverpflichtungen. Dadurch entsteht die Gefahr, dass sich die EU in Richtung einer Defizitgemeinschaft bewegt. Mit den Verpflichtungsermächtigungen werden Mittel zugesagt, die über mehrere Jahre laufen, beispielsweise für laufende EU-Programme. Bei den Zahlungen geht es nur um die tatsächlichen Ausgaben für einen bestimmten Zeitraum. Schon in der Vergangenheit hat die Kommission Nachtragshaushalte auflegen müssen. Allein in 2013 fehlen 16 Milliarden Euro, um eingegangenen Verpflichtungen begleichen zu können. Derlei darf nicht zum Dauerzustand werden.

  • 11.02.2013, 14:00 UhrRic

    "Rettung" in Spanien...

    http://www.youtube.com/watch?v=Ibem1pX78Dw

  • 09.02.2013, 14:36 UhrRic

    Ich hab mal gelernt, dass kritische Journalisten den Finger in die Wunde legen. Das ist aber schon eine Weile her...

    Ganz offensichtlich gibt es einen „Maulkob-Erlass“ für sämtliche Medien. Und wer sich nicht daran hält wird entlassen oder sofort in die Ecke der Verschwörungstheoretiker geschubst.

    „Wir sind auf einem guten Weg“

  • 09.02.2013, 10:44 UhrRic

    Seit 1980 sind die inflationsbereinigten Nettolöhne und Renten in Deutschland um etwa 15 % gesunken. Und dass, obwohl die Produktivität sich nahezu verdoppelte. Anstelle eines üblichen Wohlstandszuwachses von ca. 100 % hat sich also in über 30 Jahren eine deutliches Minus ergeben.
    Konkret: Wer heute 1500 Euro netto verdient müsste eigentlich längst 3400 Euro netto bekommen.

    Man darf sich fragen, was der Euro tatsächlich für Vorteile gegenüber der EWG gebracht haben soll.

    Das Argument, dass ein niedriger €-Wechselkurs für D von Vorteil wäre, klingt nach Milchmädchenrechnung. Rohstoffpreise wären wesentlich günstiger, wodurch Produktionskosten sinken würden. Hier finde sich nirgends eine Gegenrechnung.

    Friedensprojekt? Fehlanzeige, der Schuss geht nach hinten los.
    Sparen auf Kosten der Menschen, immense Target2-Salden, unfinanzierbare Rettungsschirme, steigende EU-Zahlungen, ein immer größer werdendes Auseinanderdriften der Länder, Wut und Verarmung der Menschen...

    Muskelspiele auf der großen EU-Bühne sind nur noch Scheingefechte. Es ist nicht gewollt, die Menschen „mitzunehmen“. Was als fehlkonstruierte Idee einiger Eliten zusammenschweißen sollte, entwickelt sich nun zum Disaster.

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