Kommentar
Pumas ungewohnte Schwäche

Ein Journalist hat Puma-Chef Jochen Zeitz am Montagmorgen gefragt, wann er denn zum letzten Mal seine Prognose nach unten korrigieren musste. Zeitz’ Antwort: Er könne sich nicht daran erinnern. Diese Episode zeigt, wie gut es dem Sportkonzern in den vergangenen Jahren ging. Fast immer übertrafen die Franken ihre eigenen Ziele und die Erwartungen der Anleger.

Heute zeigt sich nun zum ersten Mal, dass die Luft für Puma dünner wird. Das liegt vor allem daran, dass die Franken inzwischen eine für die Sportindustrie enorme Größe erreicht haben. Der Jahresumsatz lag zuletzt bei 2,4 Mrd. Euro. Da wird es immer schwerer, Umsatz und Gewinn jedes Jahr weiter zweistellig zu steigern.

Dazu kommt, dass Zeitz auch Fehler in der Kommunikation gemacht hat. Ihm hätte klar sein müssen, dass sich das Spitzenjahr 2006 nicht so einfach wiederholen lässt. Denn die Fußball-WM hat für Umsätze gesorgt, die dieses Jahr fehlen. Mit einer von Beginn an zurückhaltenderen Prognose hätte sich der Manager viel Ärger ersparen können.

Joachim Hofer
Joachim Hofer
Handelsblatt / Korrespondent München
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