Kommentar
Qimonda: Blamage mit Ansage

Welch eine Blamage! Mit hohen Erwartungen war die Infineon-Tochter Qimonda an die Wall Street geeilt. Doch die Investoren wollen nicht mitziehen. Jetzt wird das Unternehmen nur die Hälfte der geplanten eine Milliarde Dollar einsammeln können. Eine Überraschung ist das nicht. Sicher, der sehr erfolgreiche Verkauf der Chipsparte von Philips an Finanzinvestoren mag Hoffnungen geweckt haben.

Doch der Vergleich lahmt. Während Qimonda im schwankungsanfälligen Geschäft mit Speicherchips tätig ist, produziert Philips Chips für Handys oder Autos mit einer stabileren Nachfrage. Zudem ist Infineon mit Qimonda spät dran ist. Andere Chipkonzerne habe ihre Speichertöchter längst ausgegliedert. Das erklärt den Flop auf dem Parkett, weniger peinlich macht es ihn aber nicht. koenen@handelsblatt.com

Jens Koenen leitet das Büro Unternehmen & Märkte in Frankfurt.
Jens Koenen
Handelsblatt / Leiter Büro Frankfurt
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