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Kommentar: Quittung für Arroganz

Am Ende waren es immer die anderen. Nach dem Scheitern der WTO-Konferenz in Cancún werfen sich Industrieländer und Entwicklungsländer gegenseitig vor, nur an die eigenen Interessen gedacht zu haben.

Am Ende waren es immer die anderen. Nach dem Scheitern der WTO-Konferenz in Cancún werfen sich Industrieländer und Entwicklungsländer gegenseitig vor, nur an die eigenen Interessen gedacht zu haben. Und daran lag es auch. Die Reichen wollten ihre Agrarsubventionen nicht streichen, die Armen wollten sich nicht in ihre Investitionspolitik hinein reden lassen.

Das ist nicht neu. Bisher konnten sich aber EU und USA darauf verlassen, dass sie am Ende doch nur kleine Korrekturen an ihren Agrarsubventionen machen müssen und dafür große Vorteile für ihre Industrieexporte kassieren. Diesmal hatten Brüssel und Washington ihre gemeinsame Rettungsaktion für die eigenen Subventionen sogar dreist als Rettung der Welthandelsrunde verkauft. Das ging zu weit. Diesmal organsierten sich die Schwellenländer um Brasilien, Indien und China besser. Arroganz war selten ein guter Verhandlungsführer.

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