Die EU wehrt sich gegen Chinas Exporteure und erhebt Schutzzölle auf Solarmodule. Diese Politik der klaren Kante ist überfällig – selbst wenn Vergeltung aus Peking wohl nicht lange auf sich warten lassen wird.

Kommentare

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  • Es ist ganz einfach: Ob mit oder ohne Lohndumping, Solarmodule können bei uns nicht gewinnbringend hergestellt werden, potente Großfirmen steigen aus, kleinere Hersteller gehen pleite.
    Diese komischen Zölle auf chinesische Produkte erklären sich als Ausgeburt von grün-roten Schwärmereien, die diese erträumten hunderttausende von Arbeitsplätzen in der Solarindustrie mit Gewalt ertrotzen wollen. Letztlich zahlt dies alles der verschlafene deutsche Michel mit seinen Steuern, wenn er die Wirtschaftspolitik in die Hand von Sozialpädagogen oder Studienabbrechern gibt.
    Die Chinesen haben übrigens zahllose Möglichkeiten mit eigenen Zöllen sehr effektiv zurückzuschlagen.

  • Warum erst jetzt?

    Dass die chinesische Solarindustrie massiv gefördert wird, ist längst bekannt - auch durch billige Kredite der KfW. Warum kommen nun die Strafzölle, wo die meisten europäischen Hersteller bereits pleite sind und Solarworld ein Schuldenerlass gewährt wird. Warum wurde gewartet bis die Investoren geschädigt und nur wenige Hersteller am Markt verbleiben? Wer profitiert davon?

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/frank-asbeck-hat-erfolg-mit-anti-dumping-vorstoss-gegen-china-a-898710.html

  • Auf Cayman Island steht ein Mietshaus, in dem 200.000 Briefkastenfirmen angemeldet sind.
    Geschäftsmodell, Wettbewerbsfähigkeit, Produktionskosten - das ist Humbug. Nichts ist dümmer, als die städtische wurzellose Intelligenz.
    Die europäischen Multis, die amerikanischen lagern ihre Produktion aus in Billiglohnländer und verdrücken sich in Steueroasen.
    Der Preisdruck auf Solarmodule entsteht aus der chinesischen Sklavenarbeit. um konkurrenzfähig zu werden, müsste Asbeck es den Textilherstellern gleich tun, Briefkastenfirma anmelden und auf Sklaverei in Indien zurückgreifen.

    Die eurokratische Vorstellungswelt täuscht uns vor, sie könne den durchgerosteten Supertanker vor dem Untergang retten, indem sie die Lecks mit alten Lappen verstopft.
    Das einzige Geschäftsmodell ist die graue Geldtheorie kranker Hirne. Die haben überhaupt keinen Plan, das Öl des Supertankers quillt ungehindert in die Weltmeere und verseucht die Fischbestände.

  • Unseren Geflügelabfall verschiffen wir nach Afrika und zerstören dort heimische Strukturen der Landwirtschaft. Kleinbauern werden die Lebensgrundlagen entzogen, weil ihre Produkte nicht mehr deckungsgleich bzw. gewinnbringend verkaufen können.

    Je nachdem welche Lobby, Solar, Landwirtschaft, Pharmaindustrie etc dahintersteht, empfinden wir dies als gerecht oder ungerecht.

    Bekleidung lassen wir zu Dumpingpreisen produzieren und von KIK und Co in die EU importieren. Zölle sind uns da weitgehend egal.

    Am besten wären liberale Märkte, damit würde sich nach mehreren Jahren ein Gleichgewicht einpendeln.

    Die Lobby wäre überflüssig. Verbraucher und Umwelt würden davon profitieren. Hungernde Menschen gäbe es ebenfalls weniger auf der Erde.

  • Dem Kommentar von Herrn Ludwig kann ich mich nur anschließen. Strafzölle sind so eine Sache. Aber hier waren sie echt einmal überfällig - wenn nicht sogar schon zu spät.

  • die EU-Politiker werden sehr schnell wieder einknicken vor den Chinesen.

    Der Zeitpunkt dieser Strafzölle ist nahezu lächerlich, denn 90% der deutschen Modulhersteller sind bereits abgewickelt.

  • @sailing
    "Der Zeitpunkt dieser Strafzölle ist nahezu lächerlich, denn 90% der deutschen Modulhersteller sind bereits abgewickelt."

    Da könnte man doch fast auf die Idee kommen, daß das nicht wirklich zufällig passiert ist. Erst wird abgewartet, bis die deutschen Anbieter pleite gehen und dann wird nachgelegt mit Strafzöllen, um die Chinesen abzuhalten mit günstigen Solarmodulen die Pfründe der AKW-Betreiber abzugraben.
    Hochinteressant ein Blick auf die Preisentwicklung auf der Strombörse in Leipzig. Während nachts sogar in extremfällen Negativpreise anfallen, sprich der Stromanbieter *bezahlt* für die Abnahme seines Stroms, werden eben mittags die höchsten Preise aufgerufen. Wie gemein - aus sicht der AKW-betreiber - daß genau dann die Solarmodule den meisten strom liefern, und ihnen damit das Sahnehäubchen auf der nach oben offenen Profitskala abspenstig machen.
    Da muß man doch gegenhalten! Und 'uns' Merkel ist da natürlich genau die richtige für. Die wird niemals etwas anderes tun als das, was ihr die Unterstützung der Monopolisten sichert. Der Ausstieg aus dem ausstieg vom Ausstieg war für Merkel - und damit die CDU -ein extrem wichtiges Machterhaltungsmanöver, sonst hätten die Grünen locker 10 Prozent mehr Wählerstimmen.

  • @ halt ich auch für dumm: besser wäre eine gemeinsame strategie mit china (entwicklungsbanken, gemeinsamen weltmarkt definieren, usw. usf.). kurzfristige strategien tragen nicht!

  • Warum wird in diesem Artikel in keinem Wort der Name Asbeck erwähnt? Es ist erwiesen, dass der kriminelle SolarWorld-Asbeck (genannt der "Sonnenkönig") korrupte Beamte und Politiker bestochen hat um mit dem Schwachsinnsargument der Subventionierung die deutlich bessere und kostengünstigere Konkurrenz loszuwerden. Typen wie Asbeck gehören schnellstmöglich hinter Schloss und Riegel, ebenso die Grüne Politmaffia, die ihrem Parteibuchfreund Asbeck alle denkbaren politischen Gefälligkeiten erweist. Bleibt zu hoffen, dass die Chinesen de einzige richtige Schlussfolgerung aus diesem Skandal ziehen und massive Strafzölle auf BRD-Autos erheben.

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