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Kommentar: Saban kommt unter Druck

So hatte sich Großaktionär und Aufsichtsratsvorsitzende Haim Saban das Spiel um Geld und Macht bei Fernsehkonzern Pro Sieben Sat 1 nicht vorgestellt. Nach seinem Geschmack ist viel zu früh durchgesickert, dass manche Investoren angesichts des günstigen Börsenkurses große Lust haben bei der Sendergruppe auszusteigen. Der ansonsten schweigsame Hollywood-Unternehmer ließ daher im Namen der P7S1 Holding mitteilen, dass es derzeit keine Verkaufsgespräche gebe. Die Holding beinhaltet neben Saban sechs weitere Investoren.

Der Schuss vor dem Bug von Springer ist ein klares Zeichen, dass sich Saban nicht öffentlich vom Pro-Sieben-Großaktionär aus Berlin unter Druck setzen lässt. Mathias Döpfner, der das uneingeschränkte Vertrauen seines Mehrheitsgesellschafterin Friede Springer besitzt, hat derzeit alle Trümpfe in der Hand. In diesen lausigen Werbezeiten braucht die Pro Sieben Sat 1 dringender denn je die Macht von „Bild“ und anderen Springer-Blättern. Wenn die Finanzinvestoren Kasse machen wollen, führt an Springer kein Weg mehr vorbei.

Hans-Peter Siebenhaar ist Handelsblatt-Korrespondent in Wien und ist Autor der Kolumne „Medienkommissar“.
Hans-Peter Siebenhaar
Handelsblatt / Korrespondent für Österreich und Südosteuropa
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