Kommentar
Samsung hält mit Apple Schritt

Wenn ein Unternehmen in der IT-Industrie noch mit Apples Hype mithalten kann, ist es Samsung. Doch die Südkoreaner machen (fast) alles anders als der Rivale.
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Die Produkte des südkoreanischen Elektronikkonzerns werden inzwischen mit fast der gleichen Spannung erwartet wie der Nachlass von Steve Jobs bei Apple. Und auch bei den Bilanzen übertrumpfen sich beide Konzerne gegenseitig immer wieder mit neuen Erfolgsmeldungen. Heute war Samsung an der Reihe: Das Unternehmen unterstrich seine Ausnahmestellung mit einem neuen Fabelrekord.

Beflügelt vom Smartphone-Boom und der Rückkehr seiner Displaysparte in die Gewinnzone verbuchte Samsungs im ersten Quartal des Jahres mit fünf Billionen Won (3,4 Milliarden Euro) 82 Prozent mehr Reingewinn als ein Jahr zuvor. Auch die Märkte reagierten auf Samsungs Quartalsrekord überrascht, denn damit schlug das Unternehmen die Erwartungen der Analysten um fast ein Viertel. Auch der Umsatz schoss im traditionell schwachen Nachweihnachtsquartal um 22 Prozent auf 37 Billionen Won (24,7 Milliarden Euro) empor.

Dabei beruht Samsungs Wachstum derzeit darauf, Apple auf Apples ureigenem Gebiet zu schlagen: Voriges Jahr haben die Südkoreaner Apple im Handyabsatz überholt. Im letzten Vierteljahr ist Samsung dank seiner Smartphones sogar zum Weltmarktführer aufgestiegen. Nun dürfte das Unternehmen die Aufholjagd auch bei Tablet-PCs wiederholen.

Und die Bilanz dankt es: 70 Prozent des Gewinns stammt aus dem Mobilgeschäft. Und die Gewinnspanne von 18 Prozent treibt allen anderen Handyherstellern außer Apple Tränen des Neids in die Augen. Damit konnte der nebenbei größte Chipspeicherhersteller der Welt auch die Halbierung des Gewinns seiner Halbleitersparte mehr als wettmachen.

Samsungs Erfolgsgeheimnis ist dabei, eigentlich alles anders als Apple zu machen. Apple verfolgt eine Asset-light-Strategie: Das Unternehmen entwickelt die Software, entwirft die Produkte aus vorhandener Technik und lässt sie von Auftragsfertigern bauen. Die Investionen sind niedrig, die Gewinne hoch. Samsung hingegen ein vertikal integriertes Unternehmen vom alten Schlag: Es entwickelt und baut einen Großteil seiner Schlüsselkomponenten selbst, darunter vor allem das Display - die es zusätzlich an Apple für das neue iPad verkauft und daran verdient.

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Samsung hält mit Apple Schritt

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Die Strategie hat ihre Risiken

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  • Windows ist auch nur eine Kopie von Mac OS und Bill Gates wurde damit zum reichsten Mann der Welt.

  • Lieber gut kopiert, als schlecht selbst gemacht. Jetzt sieht auch ein Samsung-Smartphone gut aus.

  • Also schick sehen die Apple-Produkte ja aus. Das ist aber auch alles. Die gesamte angewandte Technik (Linux-Unterbau des iOS und MacOSX, Touchscreen, Multitouch, Miniprogramme/Apps etc.) sind keine Apple-Erfindungen und teilweise seit mehr als 20 Jahren bekannt. Daher kann jeder Behautpen, Apple kopiert Erfindungen anderer und verdient daran.
    Auch ist es merkwürdig, wie ein Tablet-PC von Apple mit 4:3 Bildformat mit einem Samsung-Tablet mit 16:9 Bildformat verwechselt werden kann, wie es uns ein Düsseldorfer Richter glauben machen möchte.
    Wenn der Markt Sportwagen will, baut jeder Hersteller Sportwagen. Keiner kommt auf die Idee zu sagen, er hätte die Sportwagen erfunden und niemand anderes dürfte einen Sportwagen bauen.
    Apple ist in dieser Hinsicht vergleichbar mit einer Militärregierung, die auch keine Opposition duldet.
    Und ob jemand das eine oder das andere Produkt kauft, ist Gott-sei-dank jedem selbst überlassen.

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