Kommentar
Sieger auf beiden Seiten

  • 0

Wenn es Verdi tatsächlich gelingt, die geplanten Einkommens-Absenkungen durch Tarif-Erhöhungen auszugleichen, dann haben sie ihr Versprechen eingehalten und den Griff in die Portemonnaies tatsächlich verhindert.

Die Telekom wiederum muss den geplanten Konzernumbau nicht gegen den Willen der Beschäftigten und der Gewerkschaft umsetzen und erreicht trotz der Zugeständnisse voll ihr Sparziel. Das Ergebnis ist ein kräftiger Rückenwind für Konzernchef René Obermann. Er hat sich anders als sein Vorgänger Kai-Uwe Ricke hartleibig gezeigt und einen handfesten Konflikt mit der Gewerkschaft nicht gescheut, sondern durchgestanden. Damit hat er eine härtere Gangart eingelegt und am Ende dennoch den schwierigen Spagat zwischen harten Einschnitten und sozialverträglichen Lösungen geschafft, um die die Telekom mit dem Bund als Großaktionär stets bemüht sein muss. Zudem bringt eine Einigung wieder Ruhe in den Konzern. Die Lösung ist deshalb der klassische Kompromiss, der zwei Sieger schafft.

Sandra Louven
Sandra Louven
Handelsblatt / Korrespondentin in Madrid

Kommentare zu " Kommentar: Sieger auf beiden Seiten"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%