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Kommentar: Siemens blickt nach Berlin

Siemens, Deutschlands größter Industriekonzern, gibt keine Ergebnisprognose ab. Das verwundert, denn die Auftragsbücher des Konzerns sind voll. Die Weltkonjunktur brummt und rund um den Globus verkauft der Konzern Kraftwerke, Züge und Medizingeräte.

Das gilt auch für Deutschland. Siemens stellt vor allem Investitionsgüter her und ist damit ein Gradmesser für die künftige Wirtschaftsentwicklung. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat Siemens hier zu Lande erstmals seit Jahren wieder mehr Aufträge verbucht. Ein Plus von acht Prozent bei den Bestellungen ist eine deutliche Trendwende zum Guten.

Dass der Konzern dennoch keine Ergebnisprognose abgibt, hat auch mit den Koalitionsverhandlungen in Berlin zu tun. Senkt die große Koalition, wie versprochen, die Lohnnebenkosten oder gar die Unternehmenssteuern, wird Siemens erheblich entlastet. Schafft es die große Koalition, den Haushalt zu sanieren ohne die labile Konjunktur abzuwürgen, dann steigen auch die Investitionen weiter. In Berlin steht viel auf dem Spiel, nicht nur für Siemens.

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