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Kommentar: Spekulanten wider Willen

Geschlossene Immobilienfonds müssen heute transparent und leicht verständlich sein. Die Zeiten, in denen Anleger Ungereimtheiten in den Prospekten und Risiken in den Immobilien stillschweigend übersahen, sofern nur der Steuervorteil hoch genug war, sind vorbei. Zudem ist von den früheren Steuervorteilen so gut wie nichts mehr übrig.

Geschlossene Immobilienfonds müssen heute transparent und leicht verständlich sein. Die Zeiten, in denen Anleger Ungereimtheiten in den Prospekten und Risiken in den Immobilien stillschweigend übersahen, sofern nur der Steuervorteil hoch genug war, sind vorbei. Zudem ist von den früheren Steuervorteilen so gut wie nichts mehr übrig.

Wer die diversen Branchenaktivitäten in der jüngsten Zeit – vom Immobilienrating bis zur Standardisierung der Prospekte – verfolgt, könnte glauben, die Branche sei auf dem besten Weg ihre Angebote transparenter, sicherer und damit populärer zu machen.

Doch nach Durchsicht vieler Prospekte bietet sich ein anderes Bild. Zwar werden Immobilien und ihre Standorte ausführlicher beschrieben und dadurch die Entscheidung für oder gegen die Investition erleichtert. Dafür wird die Finanzierung riskanter und unverständlicher. Die Fondsimmobilien werden vielfach durch Schweizer-Franken-Darlehen finanziert. Die gegenüber Euro-Darlehen niedrigeren Zinsen nutzt der Initiator, um den Anleger mit dadurch möglichen höheren Anfangsausschüttungen für den Fonds zu ködern. So wird der Immobilienanleger zum Währungsspekulanten wider Willen. Sichert der Fonds das Währungsrisiko ab, kommen auch noch komplizierte Finanzinstrumente ins Spiel. Ihr Einsatz zehrt zusätzlich an der Rendite.

Wer weder den Devisenmarkt beobachten möchte, noch sich Wissen über Währungsswaps anlesen möchte, lässt solche Angebote also besser links liegen.

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