Kommentar
Terium muss beweisen, dass er es ernst meint

Peter Terium ist seit heute der neue starke Mann bei RWE. Der Niederländer soll den Konzern aus der politischen und gesellschaftlichen Isolation holen. Er setzt neue Akzente, die RWE unbedingt nötig hat.
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Nach fast einem Jahr Übergangszeit wird heute der Führungswechsel bei RWE vollzogen. Peter Terium löst Jürgen Großmann endlich ab. Der Energiekonzern braucht den Neuanfang. Nicht, weil Terium dem Konzern eine ganz neue Strategie verpassen muss.

Nein, weil Terium RWE aus der gesellschaftlichen und politischen Isolation holen muss, in die Großmann den Versorger durch seinen strikten Atomkurs gebracht hat. RWE muss sich unter Terium an der Energiewende aktiv beteiligen - und zwar glaubwürdig.

Terium hat die Zeit, seit er im vergangenen Sommer zum künftigen Chef bestimmt wurde, nicht nutzlos verstreichen lassen. Er hat - mit ausdrücklicher Billigung seines Vorgängers - sein Programm für die künftige RWE erarbeitet. Und, so viel ist schon klar, eine strategische Revolution wird es bei Deutschlands zweitgrößtem Energiekonzern nicht geben.

Terium will die unter Großmanns Ägide erarbeiteten Ziele, RWE „nachhaltiger, internationaler und robuster“ zu machen, beibehalten. Er wird das Engagement in den erneuerbaren Energien ausbauen, den Konzern unabhängiger vom Heimatmarkt machen und effizienter.

Das ist vernünftig. Dass RWE nach dem Atomausstieg grüner wird, ist dringend geboten. Dass der Konzern in Anbetracht der strikten Regulierung und des Wettbewerbsdrucks in Deutschland neue Chancen im Ausland sucht, ebenfalls. Und daran, dass Terium den Sparkurs verschärft, führt angesichts der milliardenschweren Belastungen durch den Atomausstieg kein Weg vorbei.

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