Kommentare
Kommentar: Tristesse am Arbeitsmarkt

Die Frühjahrsbelebung hat zwar die Zahl der Arbeitslosen leicht sinken lassen, aber ein Lichtblick ist dies nicht.

Arbeitsmarktexperten rechnen mit 4,3 Millionen Arbeitslosen im Durchschnitt dieses Jahres und 4,2 Millionen im nächsten Jahr. Dies sind aber nur die registrierten Arbeitslosen, die tatsächliche Unterbeschäftigung summiert sich auf 6 bis 7 Millionen.

Der Grund für die Tristesse am Arbeitsmarkt liegt nicht nur in der anhaltenden Wachstumsschwäche. Deutschland hat ein gravierendes Strukturproblem: Die Arbeitskosten sind zu hoch. Sie wirken im verschärften globalen Wettbewerb wie eine Beschäftigungsbremse. Um diese Bremse zu lockern, müssten die Lohnzusatzkosten spürbar sinken und die Tarifabschlüsse hinter dem Produktivitätsfortschritt zurück bleiben. Aber das wird auch in diesem und im nächsten Jahr nicht der Fall sein. Der bis 2005 reichende Abschluss in der Metallindustrie fördert eher den Abbau von Arbeitsplätzen. Die Lohnzusatzkosten sinken nur minimal. Selbst wenn sich das Konjunkturklima erwärmt, bleibt der Arbeitsmarkt im Permafrost.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%