Kommentar: US-Konjunktur: Optimisten könnten recht behalten

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US-Konjunktur: Optimisten könnten recht behalten

Lange taumelten die USA zwischen Wachstum und Rezession hin und her. Aber nun deutet vieles darauf hin, dass Amerikas Firmen wieder investieren. Das bedeutet neue Arbeitsplätze - und kurbelt auch den Konsum an.
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New YorkDie einen wollen ihre Skepsis nicht ablegen, die anderen können sich mit Jubelschreien kaum zurückhalten. Gemeint sind die Volkswirte, die die US-Konjunktur beobachten. Seit über zwei Jahren werden Optimisten wie Pessimisten von Konjunkturindikatoren genarrt, die in kurzen Abständen mal starkes Wachstum und mal eine bevorstehende Rezession anzeigen. Nun mehren sich aber die Anzeichen, dass die Optimisten recht behalten werden.

Schon 2011 sollte eigentlich das Wiederauferstehungsjahr der US-Wirtschaft mit bis zu vier Prozent Wachstum werden. Tatsächlich schlitterten die USA nur knapp an einer Rezession vorbei. Die Gründe lagen nicht nur in den hohen Ölpreisen, der Atomkatastrophe in Japan und der Euro-Krise. Die amerikanischen Konsumenten litten und leiden immer noch unter den Folgen der exzessiven Kreditaufnahme in der Vergangenheit, dem am Boden liegenden Immobilienmarkt und der hohen Arbeitslosigkeit.

Da halfen auch steigende Unternehmensgewinne nicht viel, schließlich macht der private Verbrauch rund 70 Prozent der US-Wirtschaftsleistung aus. Vieles deutet aber nun darauf hin, dass die Firmen ihre Gewinne in neue Produktionskapazitäten investieren und sich damit die Lage am Arbeitsmarkt entspannt.

Im Januar sank die Arbeitslosenquote deutlich, und in den vergangenen drei Monaten wurden im Schnitt über 200.000 neue Stellen geschaffen. Daran sind alle Branchen beteiligt. Die Optimisten sehen das nun so: Mehr Arbeitsplätze bedeuten mehr Einkommen, mehr Konsum und eine höhere Bereitschaft, in Häuser zu investieren. Sie hoffen auf eine sich selbst verstärkende Aufwärtsspirale.

Und selbst die Pessimisten äußern sich immer leiser. Ihr stärkstes Argument derzeit: Der extrem milde Winter in den USA lässt die Arbeitsmarktlage in einem zu positiven Licht erscheinen. Sie werden aber immer zurückhaltender, weil auch sie wissen, dass die erwähnte Steigerung der Unternehmensgewinne nichts mit dem Klima zu tun hat. Vieles spricht daher dafür, dass die Optimisten dieses Mal die Oberhand gewinnen werden. Schließlich hält die US-Notenbank gleichzeitig die Zinsen mit aller Macht niedrig.

Aber natürlich sind auch die amerikanischen Währungshüter machtlos, wenn in Europa die Schuldenkrise eskaliert oder in China plötzlich das Wachstum einbricht. Trotzdem gibt es im Moment viele Gründe, der weiteren Entwicklung der US-Konjunktur - und damit der Weltwirtschaft - optimistisch entgegenzusehen. Anders ausgedrückt: Das Glas ist halb voll, mindestens.

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  • Dr.NorbertLeineweber: Konjunkturtechnisch sieht es momentan recht gut aus. Nachdem die Hälfte des Jobzuwachses bisher im Gesundswesen und den retails entstanden sind, hat es nun auch Zuwächse im Industriesektor und bei construktion gegeben. Die durables stehen bei knapp 220 Mrd., einstmals das nominal unbereinigte Vorkrisenniveau. Es fließt aber noch ein Billion Schulden ein, dass sind nachfrageseitig für 5 Monate die durables. Ohne die horrende Staatsverschuldung wäre es zappenduster. Knapp 3% Wachstum bei 9% Budgetdefitit, bedeutet unter dem Srich, dass 6% der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage versickern. Die Hälfte davon im Leistungsbilanzdefizit. Das ist ein gefährliches Gebräu. Sobald die Verschuldungsängste hochkochen wird der kurzfristige Aufschwung durch eine schwere Depression abgelöst. Die Schuldenuhr tickt fast so laut wie in Griechenland. Die strukturellen Probleme werden konjunkturtechnisch momentan übertüncht. Das hat in Euroland leider auch nicht geklappt.

  • Die Pessimisten könnten auch recht behalten. Und die Realisten erst mal. Es geht übel aus mit der US-Ökonomie, wenn sie ohne Statistikfälscherei betrachtet wird. Da bin ich ganz optimistisch!

  • wenn es den USA gelingt die israelischen Terrorpläne gegen den IRAN zu stoppen, werden sie auch wieder wirtschaftlich auf die Beine kommen.

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