Kommentar: Vom Saulus zum Paulus

Kommentar
Vom Saulus zum Paulus

Seit dem legendären Staatsgründer David Ben Gurion hat kein anderer Politiker die geografische Form und die politische Landschaft Israels stärker geprägt als Premier Ariel Scharon – im Guten wie im Schlechten. Er, der einst als Ausgeburt des „hässlichen Israelis“ galt, war am Ende seiner Karriere bestrebt, als historische Person in die Geschichtsbücher einzugehen. Das ist ihm gelungen. Sogar Ägyptens Präsident Hosni Mubarak lobte Scharon zuletzt als den einzigen israelischen Politiker, der maßgeblich zur Befriedung der nahöstlichen Krisenregion beitragen könne.

Damit traf Mubarak auch die in Israel vorherrschende Meinung auf den Punkt. Vor Scharon hatte kein anderer Premier so hohe Zustimmungswerte in der Bevölkerung erzielt. Um so schmerzlicher trifft Israel und die arabischen Nachbarn die Nachricht, dass die Ära Scharon nun vorbei ist. Nach seinem Austritt aus der Likud-Partei hatte Scharon die Mitte in der israelischen Politik neu definiert. Die Früchte dieser Politik kann er nun nicht mehr ernten.

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