Kommentare
Kommentar: Vor dem Tod ins Museum

Ein Lüfter defekt, die Fensterverkleidung am Cockpit abgefallen, eine Treibstoffanzeige, die verrückt spielt: Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass die Space-Shuttle-Fähren ins Museum gehören, die US-Weltraumorganisation Nasa hat ihn gestern geliefert: Der Starttermin wurde erneut verschoben, obwohl die Astronauten diesmal schon ihren Sitzen festgeschnallt waren.

Auf der einen Seite ist die Situation der Nasa verständlich: Sie will Risiken reduzieren, weil ein weiterer Absturz das Ende der Shuttles bedeuten würde. Sie will aber noch nicht einsehen, dass nur eine neue Technologie das Risiko minimieren kann: Die Nasa müsste längst Abschied nehmen von einem Projekt, dass zu den teuersten Fehlentscheidungen der Menschheit gehört. Hoffentlich kommt diese Einsicht nicht zu spät. Viel Glück, Discovery!

Matthias Eberle
Matthias Eberle
Handelsblatt / Ressortleiter Ausland
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%