Kommentar
Wacker, die Zweite

Nun ist es offiziell: Der Chemiekonzern Wacker geht an die Börse und das noch vor Ostern. Es ist nicht der erste Versuch. Doch Wacker dürfte dieses Mal mehr Glück haben.

Wochenlang hatte das Münchener Familienunternehmen ein Geheimnis aus seinen Plänen gemacht, zu groß ist die Angst, noch einmal eine Pleite zu erleben. Fast auf den Tag genau vor zwei Jahren platzte der Börsengang der Halbleitertochter Siltronic, das Unternehmen schrieb hohe Verluste. Nun soll Wacker mit der Siltronic auf das Parkett.

Der zweite Anlauf steht unter einem besseren Stern. Wacker wächst schneller als der Rest der Branche. Das Unternehmen produziert Silikone und Silziumprodukte, gerade letztere ist als Rohstoff für Produktion von Solarzellen hoch im Kurs. Wacker kann die Nachfrage derzeit nicht bedienen. Die Siltronic schreibt wieder schwarze Zahlen und scheint auf einen Abschwung besser vorbereitet zu sein, als noch vor zwei Jahren. Mag es im derzeitigen Börsenhoch zweifelhafte Neuemissionen geben: Wacker gehört nicht dazu. Das dürfte der Ausgabepreis zeigen – Wacker wird kein Schnäppchen.

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