Kommentar: Weltmeisterliche Preise im Flughafengeschäft

Kommentar
Weltmeisterliche Preise im Flughafengeschäft

Fast 15 Mrd. Euro für einen Infrastrukturbetreiber – dieses Gebot muss einem spanisch vorkommen. Gut, Flughäfen gelten als profitabelster Bereich der Luftfahrt. Aber nochmal zum Mitschreiben: Fast 15 Mrd. Euro?
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Die Höhe der strategischen Prämie für BAA kann sich allein aus der Tatsache erschließen, dass es im Grunde nur diese eine Chance gibt, im Geschäftsfeld der Flughafenbetreiber vorn mitzumischen: BAA ist als einzige Firma der Branche mehrheitlich in Streubesitz. Eine Übernahme des Konkurrenten Fraport? Unmöglich, weil die Stadt Frankfurt und das Land Hessen vereinbart haben, bis mindestens 2010 die Mehrheit zu halten. Auch in Frankreich gibt es auf absehbare Zeit wohl keine Chance, den Staat zu einem Ausstieg beim Pariser Flughafenbetreiber ADP zu bewegen.

Woanders indes steigen die Verlockungen der öffentlichen Hand, Flughäfen bei diesem Bewertungs-Boom in bares Geld umzumünzen: Die Eigner der Pisten in Budapest und Bratislava erzielten zuletzt glänzende Verkaufspreise, ähnlich groß ist die Flughafen-Euphorie in den Boom-Märkten China und Indien. Die spanische Ferrovial will auf dieser Erfolgswelle mitreiten. Als Eintrittsgeld zahlt sie Weltmeister-Preise für einen Europameister.

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