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Kommentar: Wer gebietet Putin Einhalt?

Putin ist es zu verdanken, dass viele Unternehmen seit Jahren gute Geschäfte in Russland machen. Aus der Politik halten sie sich raus, das Geschäftsklima ist wichtiger als Menschenrechte. Doch sie sind in der Pflicht.

Russlands Präsident Putin: Wirtschaft braucht Stabilität. Putin bringt Stabilität. Quelle: dpa
Russlands Präsident Putin: Wirtschaft braucht Stabilität. Putin bringt Stabilität. Quelle: dpa

MoskauDie russische Opposition sendet ein klares Zeichen an Präsident Wladimir Putin: Sie lässt sich nicht einschüchtern. Mit drakonischen Gesetzen, die im Eiltempo verabschiedet werden, sollen Bürger abgeschreckt werden, gegen den Präsidenten zu demonstrieren. Doch die unzufriedene Mittelschicht marschiert weiter. Gestern gingen mehrere Zehntausend Menschen in Moskau auf die Straße und forderten erneut ein "Russland ohne Putin".

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Viele Russen wünschen sich einen Wandel. Vielen ausländischen Investoren graut es hingegen vor einem Russland ohne Putin. Seit zwölf Jahren hat der ehemalige Geheimdienstchef das Ruder fest in der Hand. Er hat das Land nach der Krisenzeit der 90er-Jahre wieder aufgerichtet und es stabilisiert.

Oliver Bilger ist Korrespondent in Moskau.
Oliver Bilger ist Korrespondent in Moskau.

Seiner Politik ist es zu verdanken, dass viele Investoren seit Jahren gute Geschäfte in Russland machen. Eingeschränkte Grundrechte nehmen sie in Kauf. Die einfache Gleichung lautet: Die Wirtschaft braucht Stabilität. Putin sorgt für Stabilität. Also ist Putin gut für die Wirtschaft.

Aus der Politik halten sich Unternehmer jedoch lieber heraus, sofern es nicht ihre direkten Belange betrifft. Fragen nach Demokratie und Menschenrechten, nach unzensierten Medien und Versammlungsfreiheit werden lieber nicht angefasst. Das würde das Geschäftsklima nur stören. Das sollen Politiker machen. Doch muss das Ausland gerade hilflos zusehen, wie Putin die Opposition einschüchtert und sein Land weiter zu einem Polizeistaat umbaut. Wer kann ihm Einhalt gebieten?

  • 19.08.2012, 08:04 Uhrjpie

    Schändliche westliche Presse
    Westliches Kapital lässt in Südafrika 34 Minenarbeiter abschlachten. Interessiert es diesen Kommentator ? Nein.
    Drei dumme Gören erhalten die gerechte Strafe für ihr schändliches Tun. Ein Grund herumzumäkeln ? Aber natürlich !
    Denn mit solch einem Kommentar, der ganz im Sinne des kapitalistischen Merkel-Regimes geschrieben wurde, lassen sich Euros verdienen und man tut etwas für die Karriere. Speichellecken wird belohnt, darauf kann man in den westlichen Wirtschaftsdiktaturen setzen.
    Wen interessieren ein paar tote Minenarbeiter, wenn man davon nicht profitieren kann und vom Regime belohnt wird ?
    Puh, who cares ?

  • 19.08.2012, 07:32 Uhrjpie

    @Paul
    Sie müssen ja ein ganz schönes Arschloch sein. Die werden Sie noch kriegen, warten Sie nur ab.

  • 19.08.2012, 07:19 Uhrjpie

    Wer gebietet solchen Kommentaren Einhalt ?
    Die kapitalistischen Wirtschaftsregimes im Westen lassen kein Mittel aus, um ihre Bevölkerung auf Kurs zu trimmen. Die gleichgeschaltete Presse veranstaltet seit Wochen einen wahren Rummel um drei dumme Gören, denen es offenbar zu gut geht und denen das Fell juckte und die nun die - zu milde - Strafe bekommen haben.
    Weltweit gab es breite Zustimmung für die Verurteilung und auch die russische Bevölkerung steht hinter dem Urteil. Nur darf die dressierte Presse im Westen das nicht berichten. Das entspräche nicht den Weisungen, die man von den Regimes bekommen hat.
    Wie kommt es dazu ?
    Nun, man hat im Westen offenbar Angst vor einem überlegenen Gesellschaftssystem und lässt daher fleissig gegen Russland und Putin hetzen. Objektive Berichterstattung ? Für westliche Medien ein Fremdwort. Nein, es geht ausschliesslich um Manipulation, Desinformation und Verdummung der Bevölkerung im Sinne der Regimes.

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