Kommentar
Wirtschaft in der Pflicht

Der Ausbildungspakt zwischen der Bundesregierung und der Wirtschaft ist perfekt. Feierlich wurde das Abkommen am Nachmittag besiegelt. Die SPD kann das Thema nun endlich abhaken und Tatkraft signalisieren.

Nur drei Tage nach dem Wahldebakel ist das ein Glück für die Genossen. Denn die andauernde Diskussion um den Ausbildungspakt stand für eines der vielen Themen, an denen sich die Zerstrittenheit innerhalb der Partei festmachen ließ: Hier Müntefering, da Clement und zwischendrin der Kanzler. Nun ist es also vollbracht, und wenn sie Glück hat und tatsächlich alle ausbildungswilligen und -fähigen Jugendlichen eine Lehrstelle bekommen, zahlt die SPD mit der Einigung auf das Konto möglicher Erfolge für den Wahlkampf 2006 ein. Für die Unternehmen ist der Pakt schon heute ein Erfolg: Zwangsabgabe und Gesetz sind vorläufig vom Tisch. Allerdings sollte sich die Wirtschaft darüber im Klaren sein, dass sie nun die Verantwortung übernommen hat und in der Pflicht steht, tatsächlich die versprochenen 30 000 Lehrstellen zu schaffen.

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