Kommentar
Zeichen von Schwäche

Diesen Schachzug Gerhard Schröders hatte kaum einer erwartet. Inmitten heftigster Kritik geht er als Parteivorsitzender von Bord. Ob das klug ist?

Diesen Schachzug Gerhard Schröders hatte kaum einer erwartet. Inmitten heftigster Kritik geht er als Parteivorsitzender von Bord. Ob das klug ist?

Natürlich: Es gibt eine positive Sicht dieses Schritts. Franz Müntefering, der Schröder in diesem Amt beerben soll, war ohnehin seit langem der heimliche Parteichef. Er wird nun einen großen Teil der Kritik der Basis auf sich ziehen müssen. Der Kanzler kann sich selbst wieder als Macher gerieren, der seiner nachtappenden Partei vorausregiert.

Doch es gibt auch eine negative Sicht, und die überwiegt: Wie kann ein Kanzler in schwierigem Fahrwasser den Einfluss auf die Partei abgeben? Das könnte auch als Zeichen von Schwäche verstanden werden. Reformen werden nun noch schwieriger. Doch um die geht es wohl auch gar nicht mehr, sondern nur noch um den nächsten Wahlsieg mit einer gebändigten Partei. Das ist eigentlich eine schlechte Nachricht für Deutschland.

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