Angela Merkel im ZDF

Von einer frühzeitigen Abgabe des Parteivorsitzes war keine Rede.

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Kommentar zur Kanzlerin Merkel-Kritiker sind enttäuscht

Die Bundeskanzlerin will bis 2021 regieren. Die Erwartungen ihrer Kritiker wurden nicht erfüllt. Ein Kommentar.
25 Kommentare

Schon vor ihrem TV-Auftritt waren die Erwartungen an die CDU-Vorsitzende hochgesteckt. Wenn sich die Kanzlerin zur besten Fernsehzeit befragen lässt, ist Feuer unterm Dach.

Zuletzt hatte Angela Merkel das Format zweimal in der Hochphase der Flüchtlingskrise gewählt. Diesmal dauerte es nur vier Tage, nachdem die Unterschrift unter dem Koalitionsvertrag trocken war, und die Kritik aus der CDU nicht abreißen will.

Herausgekommen ist ein typisches „Weiter-so“ Merkels. Sie kündigte an, bis 2021 regieren zu wollen. Von einer frühzeitigen Abgabe des Parteivorsitzes war keine Rede. Die Erwartungen ihrer Kritiker wurden nicht erfüllt.

Doch Merkel ging auch auf sie ein. Die Liste der Minister soll vor dem Parteitag bekanntgegeben werden und so mancher Junger wie Jens Spahn kann sich wieder Hoffnung machen. Das war’s dann aber auch.

Ob das reicht, um ihre Widersacher zu besänftigen? Merkel verteidigte wortreich die Abgabe der Kernressorts Finanzen und Inneres an die kleineren Koalitionspartner SPD und CSU. Doch es sind die letzten beiden Identifikationspunkte der CDU. Außer der schwarzen Null und dem Thema innere Sicherheit, das nun an die CSU geht, ist nichts geblieben.

Der Spruch des SPD-Generalsekretärs Lars Klingbeil, noch ein Verhandlungstag länger und Merkel hätte auch das Kanzleramt abgegeben, geht über die Schmerzgrenze vieler CDU-Leute hinaus.

Die vermutliche Große Koalition legt damit einen echten Fehlstart hin. Die SPD hat innerhalb von drei Tagen den aktuellen Außenminister beschädigt und den designierten aus dem Rennen genommen. Die Partei steht führungslos da. Die CDU dagegen ist nicht führungslos, aber immer noch fassungslos.

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25 Kommentare zu "Kommentar zur Kanzlerin: Merkel-Kritiker sind enttäuscht"

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  • Können diese Hände lügen? ... sie haben es schon zu oft bewiesen. Merkel erzählt weiterhin Märchen und macht unverändert ihren Stiefel, um Deutschland so zu formen, wie die Grünen und Teile der SPD es wollen. Das ist nicht gut für "unser Land", wie man in diesen Kreisen politisch konform vermeidet, Deutschland in den Mund zu nehmen.

  • Aus jedem Wort der Frau M. kommt nur eines deutlich hervor: Weiter so! Wir schaffen das. Die Erneuerung der Partei soll anscheinend mit den alten Herren stattfinden. Altmeier und und andere greise Kofferträger. Merkel hat es 12 Jahre lang verstanden ´, jeden jungen abzuschiessen der ihr Gefährlich werden könnte. Nun hat sie halt lauter Vasallen um sich gescharrt, Merz , Rüttgers und andere Junge Köpfe hat sie in die Wüste geschickt.

  • Ehrlich gesagt, kann ich mir bei DER Machbesessenheit dieser Person nicht vorstellen, daß bei ihr "schon" 2021 Schluss sein soll, die einzige Frage, die ich mir stelle ist die, welche Bauernopfer denn bis 2021 noch übrig sein könnten, die sie dann machen könnte, mit dem Ziel, weiter ihr sozialistisches Gedankengut in die Gesellschaft zu streuen und Marktwirtschaft und Demokratie zu beschädigen.

  • Schwacher Feuerwehreinsatz gestern Abend.
    Ob die Ankündigung der Ministerriege die Mitglieder zufrieden stellt. Was kann sie schon machen? Für 6 Ministerien 2 Junge Minister benennen ist dürftig. Für alle 6 gefährlich. Von Konservativen war gar nicht mehr die Rede. Jetzt rächt sich das jahrelange rausmobben möglicher Konkurrenten, das nicht im Interesse des Vaterlands, ja nicht mal dem der Partei war.
    Eine Forumskollegin träumt von einer "stabilen Regierung". Wir können froh sein, wenn überhaupt eine handlungsfähige kommt - wenn denn die SPD-Basis nicht alles übern Haufen wirft...
    Dann bleibt Merkel nur noch die Perspektive einer Minderheitsregierung oder Neuwahl. Gauland lässt Grüßen...

  • Nur entäuscht sein und ein wenig herummaulen ist zuwenig

    Wenn die Kritiker wirklich Mut hätten, würden sie Merkel bei der Wahl zum Kanzleramt einfach nicht wählen.

    Es bedarf nur 44 Nicht-Stimmen aus der CDU, dann hätte sie (frei nach Trappatoni) fertig!!!!

    Wetten daß sich niemand traut - trotz geheimer Wahl?

  • Helmut Kohl glich einer mächtigen Eiche, die irgendwann von einem noch mächtigeren Sturm gefällt wurde.
    Merkel gleicht da eher einem Schilfrohr, das sich beliebig verbiegt und dem auch der stärkste Organ nichts anhaben kann.
    Es ist zum Verzweifeln.

  • "Merkel-Kritiker sind enttäuscht" Ein schöner Euphemismus!

    Richtig ist, das die Mehrheit der deutschen Bevölkerung - und vor allem der deutschen Wirtschaft - Merkel nicht mehr sehen und hören will. Merkel sollte sich darüber im Klaren sein, wer ihr Gehalt und Ihren Unterhalt zahlt. Vor allem wenn sie schlecht oder gar nicht arbeitet, dabei aber Milliardensummen an Verlusten verantwortet.

    Eine angestellte Geschäftsführerin, die derartige Schäden verursacht, die zudem über Jahrzehnte von den Gesellschaftern bezahlt werden muss, würde in Haftung und ggf. in Haft genommen und müsste mit dem gesamten Vermögen dafür gerade stehen.

  • CSU bundesweit unter 5 Prozent? Völliger Blödsinn, war sie ja im September auch nicht. Hätten die Unionsparteien Mut gehabt, dann hätte die CDU der CSU nicht drohen, sondern sie auffordern müssen, bundesweit anzutreten. Dann hätten wir weniger AfD als jetzt. Jeder hätte dann wenigstens ein konservatives Angebot gehabt.
    Jetzt ist es halt so, dass meine CDU Stimme quasi als Lösegeld für die Erpressung direkt an die roten vaterlandslosen Gesellen gewandert ist und sie mit Schlüsselministerien belohnt werden für ihre Verweigerungshaltung. Hätte ich vor Ablauf der zur Abstimmung berechtigenden Beitrittsfrist zur SPD schon von diesem Ausverkauf an die Sozis gewusst, ich wäre auch kurzfristig zur SPD gewechselt, um diesen Verrat von Merkel abzulehnen. So aber wird Deutschland billigst verhökert und darüber stimmen auch SPD Mitglieder ab, die gar nicht wahlberechtigt sind für den Bundestag. Da kann ich bei der nächsten Wahl nur noch zur jetzigen Opposition wechseln

  • @Herr horst langner
    Ja GroKo = BER - guter Vergleich! Man könnte auch sagen "Der Fisch stinkt vom Kopf"

    Die DDR - Ideologie liebende Merkel hat nicht verstanden, dass sie dem Land schadet. Merkel ignoriert, dass SIE WAHLVERLIERER ist. Jeder Blinde kann das sehen - nur Merkel nicht.

  • Die GroKo wird genauso ein Fiasko, wie der Berliner Flughafen. Schulz hat nach nur einem Jahr das Handtuch geworfen. War ja ab zu sehen, bei seinen widersprüchlichen Aussagen. Frau Ilse Merkel hat da schon mehr Sitzfleisch. Sie hat praktisch das Personenkult-Gen von der DDR mit übernommen. Wird ihr aber auf Dauer nicht helfen, auch ein Honeker hat gemerkt, wann Schluß ist. 4 Jahre wird sie nicht über stehen, man sieht ja schon an ihrer körperlichen Verfassung, dass es nur noch bergab geht. Warum man sich mit aller Macht an den Posten klammert, obwohl man immer unbeliebter wird ist mir schleierhaft.

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