Konjunktur
Bittere Medizin

Der IWF prangert Deutschland mittlerweile sogar als Wachstumsbremse für Europa an. Verwundern darf dies nicht. Doch die Lage ist nicht hoffnungslos.

Weltweit sind die Konjunkturperspektiven so günstig wie schon lange nicht mehr, konstatiert der Internationale Währungsfonds (IWF). Mit einer Ausnahme: Deutschland. Der IWF prangert uns sogar als Wachstumsbremse für Europa an.

Verwundern darf dies nicht. Zwar sind zahlreiche Reformen angekündigt, aber umgesetzt sind nur wenige. Immer noch sind die Strukturen in Deutschland verkrustet. Und die gerade von der OECD attestierte Bildungsmisere wirft ein düsteres Licht auf unsere Aussichten, im internationalen Wettbewerb zu bestehen.

Dennoch ist die Lage nicht hoffnungslos. Die Rosskur der Thatcher-Ära hat Großbritannien von der„englischen Krankheit“ kuriert – die Arbeitslosigkeit dort ist heute nur halb so hoch als bei uns. Auch Deutschland wird diesen Weg gehen müssen – trotz des bitteren Beigeschmacks der Medizin: Denn bevor es allen besser gehen kann, werden erst viele Menschen Opfer bringen müssen.

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