Kritik am Sponsoring
Wandern auf dem Grat

Alles hätte so schön sein können. Robbie Williams präsentiert sein neues Album im Berliner Velodrom, und alle, die nicht dabei sein können, verfolgen die Show übers Handy. Zumindest - wenn sie Telekom-Kunde sind, denn T-Mobile macht es als exklusiver Sponsor möglich.

Doch statt einer Welle der Sympathie bricht Häme über T-Mobile herein - angefangen mit der Meldung, dass die engagierte PR-Agentur die Journalisten zur After-Show-Party nur einlassen wollte, wenn diese auch den Sponsor erwähnen.

Zwar hat T-Mobile die Agentur bereits gefeuert und beteuert auf Nachfrage, dass das nicht der Stil des Hauses sei. Aber der Schaden ist angerichtet, liefert doch der Vorgang der Kritik vieler Beobachter, das Konzert sei eine reine Werbeveranstaltung gewesen, weitere Nahrung.

Wenn verschiedene Medienbeobachter spöttisch anmerken, dass die rosafarbenen Slips der Hostessen auf der After-Show-Party wohl ebenso wie Robbie Williams? mit Pink abgesetzter schwarzer Anzug dem Corporate-Design-Diktat des Telekom-Unternehmens zuzuschreiben seien, dann zeigt sich wieder einmal, welche Gratwanderung Sponsoring ist. Nimmt sich der Sponsor zurück, läuft er Gefahr, nicht wahrgenommen zu werden. Trägt er an nur einer Stelle zu dick auf, riskiert er viele Sympathien. Von der Wirkung professioneller Fehler ganz zu schweigen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%