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Landesbanken: Weit und breit kein Konsolidierer in Sicht

Die LBBW tat lange, als gehöre sie zu den Starken der Branche. Sie machte sogar einen Anfang in Sachen Konsolidierung der Landesbanken, als sie die SachsenLB unter ihre Fittiche nahm. Wenn sich jetzt der Verdacht der Staatsanwälte bestätigt, war sie aber in Wirklichkeit schon damals todkrank.

Aus der Traum! Lange hatten wir Marktgläubigen gedacht, die Krise werde der Marktwirtschaft bei den Landesbanken zum Durchbruch verhelfen. Der Befund war schließlich klar: Es gab zu viele Landesbanken, als dass für alle genügend margenträchtiges Geschäft da gewesen wäre. Die Schwachen, so hatten wir gedacht, werden unters Dach der Starken schlüpfen. Und am Ende wird der Sektor mit neuer Kraft aus der Misere auferstehen.

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Der Traum ist jetzt zwar nicht gerade zerplatzt wie eine Seifenblase. Aber die Luft ist raus. Sie ist entwichen wie aus einem löchrigen Fahrradreifen. Jeden Kilometer fuhren wir stärker auf der Felge. Am Montag sind wir abgestiegen. Denn seitdem der Staatsanwalt auch die LBBW durchsucht, ist klar: Weit und breit ist kein Konsolidierer in Sicht. Es gibt in der Branche keine Starken.

Die LBBW tat lange so. Sie machte sogar einen Anfang, als sie die SachsenLB unter ihre Fittiche nahm. Wenn sich jetzt der Verdacht der Staatsanwälte bestätigt, war sie aber in Wirklichkeit schon damals todkrank. Deutlicher noch als bei der siechenden WestLB zeigen die Stuttgarter, wie der Hochmut vor dem Fall gekommen ist. Von den Schwaben ist auf Dauer kein Konsolidierungssignal mehr zu erwarten. Andere werden die Führung auch nicht an sich reißen. Dafür sorgen zaudernde Manager und regionale Eigeninteressen der Eigentümer.

Weil die Branche selbst nicht aufräumt, übernehmen es andere. Die EU zwingt einige Landesbanken bereits zum Schrumpfen. Was übrig bleibt, werden sich Finanzinvestoren aufteilen. Das geht natürlich auch. Den Betroffenen allerdings ist damit das Heft des Handelns entglitten.

  • 07.12.2009, 21:25 UhrAnonymer Benutzer: Lieber3103

    Zwangskonsolidieren das wäre das beste für LbbW, bayernLb, WestLb und HSH-Nordbank.

    Es könnte folgende Konstellationen geben:

    -> Helaba,
    -> NordLb und
    -> Deka-bank

    nehmen die "kranken Schwestern u. brüder" auf. in den ersten 5 Jahren haften die Alteigentümer für die bisherigen Risiken. Das bilanzvolumen der "kranken Landesbanken" wird abgeschmelzt, Niederlassungen und Filialen geschlossen und Auslandsniederlassungen zusammengefasst.

    Das erste was man einsparen könnte - sind die Manager, der Pleitebanken. Sie werden komplett von den 3 "starken Finanzinstituten" gemanaget - da hat dann Seehofer u. seine CSU oder die CDU in bW, HH oder SH nichts mehr mitzureden (schneller Einspareffekt garantiert).

    Der Staat hätte die Aufgabe einen "verbindlichen Rahmen" (Grenzen) für die Öffentlich-rechlichen Landesbanken zu setzen (welche Geschäfte dürfen nicht getätigt werden.

    Die "Alteigentümer" wie das Land bayern oder das Land baden Württemberg, Hamburg u. SH werden nach 5 Jahren für ihr Eigenkapital (sofern noch nicht alles aufgebraucht ist) ausgezahlt.

    Damit wäre ein Schlußstrich aus der Nummer vollzogen.

  • 07.12.2009, 21:03 UhrAnonymer Benutzer: Basler

    Warum kommt eine Deutsche bank besser durch die Krise?? Weil ihr Handeln wirtschaftlicher und nicht politischer Logik unterliegt!Die Landesbanken waren die Korruptionsplattformen der Politik und sind daran gescheitert. Gott sei Dank.

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