Leitartikel
Vor dem Showdown

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Oft ist ein Dementi das klarste Eingeständnis einer Krise. Nein, Vizekanzler Franz Müntefering wird nicht zurücktreten. Nicht einmal, wenn der SPD-Parteitag die Sozialreformen der rotgrünen Regierung und sein eigenes Vorzeigeobjekt, die Rente mit 67, zurückdrehen sollte. Also doch kein „Showdown“ zwischen dem SPD-Chef Kurt Beck und dem SPD-Vizekanzler? Geklärt ist in der SPD mit diesem Dementi gar nichts. Beck hat mit seinen Änderungswünschen zur Agenda 2010 einen Zug aufs Gleis gesetzt, der mit hoher Geschwindigkeit Fahrt aufnimmt. Müntefering aber will nicht aufspringen, auch dann nicht, wenn der SPD-Parteitag Ende Oktober Beck unterstützt. Spätestens dann steht die Klärung an, wer die SPD-Regierungspolitik entscheidet: Müntefering oder Beck. Wird der Vizekanzler aber als Untoter der rot-grünen Reformagenda durch die politische Landschaft wandeln wollen? Fast erleichtert winken viele Sozialdemokraten dem Beck-Zug zu, weil er aus ihrer Sicht endlich in

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