Kommentare

Diskussion: Kommentare zu: Über 160 Statements zum Urheberrecht

Karikatur eines Community-Trolls

Liebe Leserinnen und Leser,

kennen Sie Trolle? Das sind Unholde, die nichts Gutes im Schilde führen. Internet-Trolle gibt es auch. Das sind solche, die „Beiträge verfassen und sich darin auf die Provokation anderer Gesprächsteilnehmer beschränken“, heißt es in den einschlägigen Definitionen. Solche Provokationen würgen eine Diskussion ab. Internet-Trolle sind also Menschen, die wir in unserer Handelsblatt-Online-Community nicht brauchen. Was wir gut finden, sind Kommentatoren. Gerne solche, die auf den Punkt kommen - von uns aus kurz und schmerzhaft.
Am meisten freuen wir uns, wenn Sie zu Ihrer Meinung mit Ihrem Namen stehen. Wir möchten wissen, mit wem wir diskutieren, und Sie haben ein Recht zu wissen, mit wem Sie sich auseinandersetzen. Wir glauben, dass es zu einem fairen Umgang miteinander im Netz gehört, sich offen gegenüberzutreten.

Ihre Handelsblatt-Online-Redaktion
Bitte bleiben Sie fair und halten Sie sich an unsere Community Richtlinien sowie unsere Netiquette.
  • 06.04.2012, 11:17 Uhrfx_

    Ich fühle mich an die schwarzen Schafe von der SVP erinnert von dieser Kampagne ... Meine bisher gute Meinung vom Handelsblatt hat ordentlich Federn gelassen.

  • 06.04.2012, 11:55 UhrDr.NorbertLeineweber

    Es muss einmal deutlichst festgestellt werden, der der Kopf von Künast auch tatsächlich Renate Künast gehört, und zwar mit allem was dazu gehört. Damit gehört auch alles in den Kopf was nicht d´rin ist, z.B. jedweder Sachverstand in ökonomischen Dingen. Es gehören abstruse, ideologische Vorstellungen genauso hinein wie der vermessene Ausspruch "Ich kann Kanzlerin." (...). Am Besten bleibt auch alles im geistigen Eigentum was Künast von sich gibt und bleibt auch im Besitz des Kopfes. Damit wäre sichergestellt, dass der ureigendste Besitz Künasts verbal nicht auf die Umwelt übergreifen kann. Ideologischer Umweltverschmutzung könnte damit Einhalt geboten werden. Insofern ist die Initiative sehr zu begrüßen.

    +++ Beitrag von der Redaktion editiert +++

  • 06.04.2012, 12:19 UhrMarc_Renton

    Was dieser patent und rechte blödsinn anrichtet kann man sich gerade live bei yahoo vs. facebook anschauen. das problem sind daber nicht die patente als solches sondern die tatsache das heute selbst der trivialste kleinkram geschützt werden kann und durch patente gesichert wird, in vielen bereichten wird dadurch innovation geschützt und in vielen bereichen leider aber auch verhindert.

  • 06.04.2012, 12:30 Uhr1OQ7i2Ca

    Sorry, aber ist das hier eine sachlich neutral berichtende Zeitung oder eine Lobby-Platform? Neutraleren Einleitungstext nächtest mal bitte!

  • 06.04.2012, 12:31 Uhrisra

    Thomas Middelhoff ist sicher nicht das glücklichste Beispiel...(nur durch Vetternwirtschaft groß geworden und immer einen Scherbenhaufen hinterlassen http://www.manager-magazin.de/unternehmen/it/a-208215.html)
    RTL-Chefs sicherlich auch nicht - Oder geht es Ihnen um Rechte an Bauer sucht Frau?

    Vorab: Es geht bei allem nicht um eine Abschaffung sondern um eine deutliche Verkürzung der Rechte von 30 Jahre auf evtl 3 oder 5
    UND Eine Neuorganisation der Entlohnung.

    Bei dem Rechtestreit geht es darum, dass 1.) Nicht Großkonzerne Patente blockieren und somit Innovation verhindern (Siehe Biotech in Deutschland (Großer Artikel im Moment im ManagerMagazin) und Autoindustrie weltweit. (alternative Antriebe die nicht forciert werden))

    Musikindustrie ist ein Nebenschauplatz. Wenn die Bundesregierung Konzerte der Toten Hosen mit rund 100.000€ im Jahr fördert ist das schlecht, das GEMA-System ist wohl schon ein guter Ansatz.

  • 06.04.2012, 12:54 UhrOttoLorenz

    Wow 160 Statements von Lobbyverbänden und ängstlichen Künstlern.. da kann ich nur auf folgende Seite verweisen:

    http://11k2.wordpress.com/2012/04/06/5000-kunstler-fur-die-pirate-bay/

  • 06.04.2012, 13:10 Uhrcatweezle

    Die wirklich Weisen verschenken mit Freude ihr Wissen. Die anderen sind nur gierige Dummköpfe.
    Das Zeitalter der grenzenlos Gierigen neigt sich dem Ende zu.

  • 06.04.2012, 13:17 UhrPisaPisa

    @ "jede geistige Leistung, jede kreative Schöpfung, jede originelle Idee ..., ohne dass deren Urheber dafür entlohnt werden, dann wird unsere Gesellschaft im Mittelmaß versinken".
    Was bitte, hat der Kopf von Fr. Künast, dieser wichtigtuerisch-aggresiven Plaudertasche mit den genannten drei Attributen zu tun?

    • 06.04.2012, 19:13 Uhrnetshadow

      @ "jede geistige Leistung, jede kreative Schöpfung, jede originelle Idee ..., ohne dass deren Urheber dafür entlohnt werden, dann wird unsere Gesellschaft im Mittelmaß versinken".
      Und die Erde ist eine Scheibe!
      Das hat eine ähnliche Inhaltskraft wie diese Aussage.
      Das Internet ist eine "orignelle" Idee, der/die Urheber wurde/wird entlohnt, viele kreativen Schöpfungen für das Internet sind Lizenzrechlich korrekt KOSTENLOS abzugeben, abgegeben worden und werden täglich abgegeben. Sogar die Juristerei hat einen enormen Aufschwung erlebt, sie darf sich ganz ihrer Kreativität in Sachen "geistigem Eigentum" und Kostenloskultur, Umsonstkultur austoben. Sagt ich schon, ich liebe dieses Wort "Kostenloskultur". Danke für diese Wortschöpfung, bitte dem "Erfinder" eine Prämie!
      Trotz dieser Versenkung im Mittelmaß ist das Internet eine Geldmaschine. Es fängt bei den Leitungen an, und hört beim chattenden User auf.
      Merkt es endlich, nur weil es das alles kostenlos gegeben hat, also diese "Kostenloskultur" ist das Internet überhaupt in diesem Ausmaß entstanden, und damit die vielen schönen Umsätze. Durch das Internet ist das freie Wissen so groß, das damit wieder neue Produkte entstehen und wieder Geld verdient wird. Und zwar mit den Dienstleistungen die man mit dieser Kostenloskultur anbieten kann.
      Damit hat sich das Urheberrecht in der jeztigen Form schlicht selbst überholt. Und da es ja Usus geworden ist, seine Urheberrechte (die hat ein "Schöpfer" immer) von einer Gesellschaft vertreten zu lassen, geht es dieser Gesellschaft genauso. Diese muß umdenken, sich den Gegebenheiten anpassen. Geld gibt es für Konzerte, Lesungen, Veranstaltungen. Digitalisiertes wird sich weiter verkaufen je nach eigenem Marktpreis des Künstlers, Merchandising zur Fanpflege etc., Bücher gibts weiterhin. Nur weil die CD erfunden wurde, existiert nicht das Recht das diese Form des Vertriebes bis zum St. Nimmerleinstag läuft.

  • 06.04.2012, 13:25 UhrPeterK

    Erschreckend wie flach und einseitig hier von den allermeisten argumentiert wird auf beiden Seiten des Schützengrabens! So gesehen ist es schon ein grosser Verdienst der Piraten, daß diese Diskussionen jetzt überhaupt mal in der breiten Öffentlicheit geführt werden.
    Reichlich albern finde ich beispielsweise die Aktion der 51-Tatort Autoren, die allesamt durch Zwangsgebühren der GEZ - bestimmt nicht schlecht - bezahlt werden. Da habe ich als Gebührenzahler doch quasi die Nutzungsrechte miterworben, oder? In Realitas sind diese natürlich bei der Produktionsfirma bzw. dem Sender. Das riecht so offensichtlich nach bezahlter Propaganda, damit "die Piraten" irgendwie entzaubert werden und doch noch aus dem Bundestag ferngehalten werden können, wird aber wohl nicht klappen. Und hier im HB jetzt die nächste Propagandaoffensive, damit das UR "geschützt" bleibt, inhaltlich genauso flach wie die "ich-will-alles-für-geschenkt-Mentalität" vieler Internetnutzer.
    Bei näherer Betrachtung wird bspw. das UR faktisch zu einer Art Prozesskostenhilfe mit Milliardenpotential für deutsche Juristen. Im ausland in dieser Form weitgehend unbekannt hat sich hier eine regelrechte Abmahnindustrie entwickelt. Unsere aktuelle Justizministerin hat vor ein paar wochen erst eingeräumt, daß die entsprechende Gesetzesinitiative letzes jahr komplett wirkungslos geblieben ist.
    Und abgesehen von den weitgehend peinlichen, obeflächlichen interessegeleiteten Scharmützeln, die hier aktuell inszeniert werden fehlt auch komplett eine historische Betrachtung des Urheberrechts in der digitalen Welt, also auch aus Vor-Internetzeiten, bei den Piraten übrigens auch.
    Mit der Verbreitung der PCs in den achzigern entstand für die Softwareproduzenten erstmals das Problem der massenhaften unbezahlten Verbreitung ihrer produkte, die eben allein durch das Urheberrecht geschützt waren. Das UR in seiner jetzigen Form hat eben auch Bill Gates zu seinen Milliarden verholfen, mit allen Monopolnachteilen

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