Meinung
Kommentar: Karstadt giert nach Führung

Der heute in Essen bekannt gegebene operative Verlust des angeschlagenen Karstadt-Quelle-Konzerns ist im vergangenen Jahr geringer ausgefallen als befürchtet. Das Rekord-Defizit von 1,6 Milliarden Euro geht vor allem auf das Konto des milliardenschweren Sanierungsprogramms, das sich der Handelsriese auferlegt hat.

Nun kann die Höhe der neuen Schulden auf das wirklich notwendige Maß begrenzt werden. Mit seiner forschen Aussage "wir sind solide und sicher finanziert" will Finanzchef und Vorstandskoordinator Harald Pinger erst einmal für eine bessere Atmosphäre im Konzern und seinem Umfeld sorgen. Denn nach dem Rücktritt von Karstadt-Chef Christoph Achenbach ist der Pulverdampf, den Aufsichtsratschef Thomas Middelhoff hinterlassen hat, noch nicht verschwunden. Ein Aufsichtsrat wie Middelhoff, der offensichtlich vom operativen Geschäft die Finger nicht lassen kann, sollte sich aber fragen, ob er sich nicht lieber selbst zum Karstadt-Interimschef aufschwingen sollte, um die Sanierung, die gut gestartet ist, mit Erfolg zu Ende zu führen.

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