Merkels Ablehnung stärkt Europa
Nein! No! Non!

Beim EU-Gipfel wollen die Südstaaten gemeinsam mit Brüssels Bürokraten Deutschlands Haftung in Europa erhöhen. Damit schaden sie deutschen Wirtschaftsinteressen und der europäischen Idee. Dagegen steht die Kanzlerin.
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Der komischste Moment in Merkels Kanzlerschaft war jener, als sie den Deutschen ihre Sparguthaben garantierte. Denn die tiefe Tasche, in die sie da greifen wollte, hat ein riesiges Loch: Merkel ist Sprecherin eines Staates, der mit zwei Billionen Euro verschuldet ist. Käme einer auf die Idee, unsere Staatskasse zu rauben, würde er feststellen, dass nur ein riesiger Schuldschein darin liegt. Das wirkliche Vermögen unserer Volkswirtschaft sind der Fleiß und das Können der Bürger - das in den Sparguthaben seinen materiellen Ausdruck findet. 1,818 Billionen Euro sind es mittlerweile.

Für diese Summe kann auch ein moderater Schuldenstaat wie Deutschland nicht garantieren. Aber diese Summe kann man als Pfand ins Spiel bringen. Und genau auf diese Idee ist der Brüsseler Hofstaat um den Portugiesen José Manuel Barroso gekommen. Nachdem der deutsche Steuerzahler schon mit rund 300 Milliarden Euro im Risiko steht, soll nun auch das in sechs Jahrzehnten Angesparte an den Euro-Rettungskreislauf angeschlossen werden. Das Positionspapier der EU-Spitzen gilt in Brüssel als Masterplan für den heute beginnenden EU-Gipfel.

Die Logik der Idee ist nicht zu bestreiten. Der Euro liegt auf der Intensivstation, wo er seit zwei Jahren schon mit Geldinfusionen aller Art versorgt wird. Der deutsche Einlagenschatz würde in flüssiger Form auf den Patienten wie ein Aphrodisiakum wirken.

An dieser Stelle kommt nun erneut Merkel ins Spiel. Gestern erlebte sie den besten Moment ihrer Kanzlerschaft. Wie eine Löwin warf sie sich vor den Schatz der Sparer: „Kontrolle und Haftung müssen Hand in Hand gehen.“ Die vorgeschlagenen Ideen zur Vergemeinschaftung von Schulden halte sie für ökonomisch falsch und kontraproduktiv. Europa müsse sich zu einer Stabilitätsunion entwickeln. Mit ihr werde es keine Vergemeinschaftung von Schulden geben, „solange ich lebe“, hatte sie tags zuvor beim Besuch in der FDP-Fraktion gesagt. In dieser Klarheit hatte man das von ihr noch nicht gehört. Politik mit Prinzipien: Das war die Merkel, die man sich häufiger wünscht.

Jetzt muss sie nur noch unseren Freunden auf dem Gipfel erklären, dass niemandem geholfen wäre, wenn Deutschland die Früchte seiner Arbeit freigiebig herumreichen würde. Es ist sogar andersherum: Ja zu Europa bedeutet Nein zu Barrosos Ideen. Das Ersetzen der wichtigsten Zutaten der Marktwirtschaft - Arbeit und Anstrengung - durch Konsum und Kredit hat uns dahin geführt, wo wir heute stehen.

Ein beherztes Nein zu diesen Vorschlägen bedeutet also ein Ja zu Europa. Denn Europa braucht eine Ärmel-hoch-Kultur und keine parasitäre Philosophie, bei der jeder nach dem Reichtum des Nachbarn trachtet. Europa kann zu den Bedingungen Griechenlands, Portugals und Spaniens nicht funktionieren. Das funktioniert ja schon in Griechenland, Portugal und Spanien nicht.

Der gestrige Tag war ein guter Tag für Deutschland und seine Sparer. Die Sparkassenorganisation würde dem Land einen Dienst erweisen, wenn sie den gestrigen Tag kurzerhand zum Weltspartag erklärte - mit Merkel als Schirmherrin und Schutzgöttin der deutschen Sparer.

Kommentare zu " Merkels Ablehnung stärkt Europa: Nein! No! Non!"

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  • Sie hat es gestern Nacht in Brüssel wieder getan.
    Frau Nein! No! Non! ist wieder umgefallen!
    Zum Wohle der EU-Mafia gegen den Willen des deutschen Volkes.
    Banken dürfen sich beim Rettungsfonds bedienen.
    Der Ausverkauf der Bundesrepublik Deutschland uns seiner Bürger geht weiter.

  • Ach wirklich? Vielleicht waren es einige Ouzos für die richtigen Feunde, ihr Zirtakis!!

  • @ESMistNeuerVersaillerVertrag, das einzige, was unglaublich ist, ist dass erst so wenige unterschrieben haben, wenn man nicht die Dummheit und Lethargie des Michels kennen würde. Aber jetzt, wo Deutschland aus der EM ausgeschieden ist, hat der Pöbel ja wieder Zeit zum Denken, wenn er das nicht schon gänzlich verlernt hat. Es besteht also noch Hoffnung

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