Merz-Rücktritt
Kommentar: Merkels neue Probleme

Vor Angela Merkel nimmt der Stapel von Schwierigkeiten allmählich bedrohliche Turmhöhe an. Wahlniederlagen in den Ländern, der Streit mit Edmund Stoiber in Sachen Gesundheit, die umstrittene Türkei-Unterschriftenaktion – und jetzt noch Friedrich Merz. Merkel ist es nicht gelungen, den seit seiner Zurücksetzung auf den Vize-Posten in der Fraktion grollenden Merz einzubinden. Als kluge Parteiführerin hätte sie das tun müssen, denn der Sauerländer, der jetzt den Dienst an der CDU-Spitze quittiert, ist als Finanzpolitiker unverzichtbar auf der Berliner politischen Bühne.

Jetzt scheint er eine eigene Karriereplanung voranzutreiben. Sollte Jürgen Rüttgers die Wahl in NRW im Frühjahr verlieren, könnte Merz ihn im Landesvorsitz beerben und die stärkste Hausmacht aller CDU-Gliederungen hinter sich versammeln. Und das unmittelbar vor der Bundestagswahl. Für Merkel wäre dies ein großes Problem, sie wäre dann auf die Unterstützung eines Mannes angewiesen, den sie vor aller Augen düpierte und der das wohl nicht vergessen hat.

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