Metall-Tarifabschluss
Kommentar: Zu kurzsichtig

Arbeitskampf ist abgewendet – der Aufschwung kann also weiter gehen. Auf kurze Sicht könnte das den Metall-Tarifabschluss sogar fast zutreffend beschreiben. Es ist derzeit ja „nur“ eine Minderheit der Betriebe, deren Ertragslage akute Schwäche zeigt. Das Problem ist nur, dass die Langfristwirkung der Tariferhöhungen weitgehend ausgeblendet wird. Die Frage ist eben nicht, was die Wirtschaft bis 2008 verkraften kann.

Die insgesamt 5,8 Prozent werden auch im nächsten Abschwung noch in der Tariftabelle stehen – ergänzender Konjunkturbonus hin- oder her. Im Übrigen sollte man sich auch über die kurzfristigen Folgen keine Illusionen machen. Firmen, die jetzt über Neueinstellungen und Investitionsstandorte entscheiden, haben einen längeren Planungshorizont als 19 Monate. Beklage sich daher niemand, wenn sich die Beschäftigungsdynamik vorerst weiter auf Zeitarbeit konzentriert.

creutzburg@handelsblatt.com

Dietrich Creutzburg
Dietrich Creutzburg
Handelsblatt / Korrespondent
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