Metalltarifrunde
Das Pokern geht weiter

Die Arbeitgeber der Metall- und Elektroindustrie haben der Gewerkschaft heute ein Angebot vorgelegt, das keines ist: 1,2 Prozent mehr Lohn und Gehalt plus geringe Einmalzahlungen, die von der wirtschaftlichen Lage der Betriebe abhängig gemacht werden sollen. Die IG Metall sprach postwendend von einer „Provokation“.

Das ritualisierte Verhandlungspoker geht also weiter. Tatsächlich ist das Arbeitgeberangebot von 1,2 Prozent genauso unrealistisch wie die Gewerkschaftsforderung von 5 Prozent mehr Lohn und Gehalt. Nach Jahren sinkender Reallöhne werden sich die Arbeitnehmer mit einem erneuten Abschluss unter der Inflationsrate kaum zufrieden geben. Das gilt um so mehr, als die Stahlindustrie Rekordgewinne einfährt, der Maschinenbau gut läuft und die Autoindustrie Hoffnung schöpft.

Aber auch die Gewerkschafter sollten nicht mit überzogenen Forderungen den Vorteil verspielen, den sinkende Lohnstückkosten der Metallindustrie gebracht haben. Das gilt nicht zuletzt im Interesse der Arbeitslosen.

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