Microsoft
Die Klassiker müssen’s richten

Microsoft verdient gut, sehr gut sogar. Dem größten Softwarehersteller der Welt ist es geradezu vorbildlich gelungen, seine beiden Bestseller Windows und Office zu modernisieren. Der Erfolg ist für Microsoft wichtiger denn je, da sich der US-Konzern außerhalb seines Kerngeschäfts nach wie vor sehr schwer tut. Ein Kommentar von Joachim Hofer
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Microsoft verdient gut, sehr gut sogar. Dem größten Softwarehersteller der Welt ist es geradezu vorbildlich gelungen, seine beiden Bestseller Windows und Office zu modernisieren. Die Klassiker verkaufen sich derzeit ausgezeichnet, das beweisen die jüngsten Quartalszahlen Auch die Spielekonsole XBox ist begehrt.

Der Erfolg ist für Microsoft wichtiger denn je, da sich der US-Konzern außerhalb seines Kerngeschäfts nach wie vor sehr schwer tut. Mit "Bing" können die Amerikaner im lukrativen Geschäft der Internet-Suchmaschinen Google nach wie vor nicht das Wasser reichen. Und es ist auch noch längst nicht ausgemacht, dass die Mannschaft um Vorstandschef Steve Ballmer mit ihrem neuen Betriebssystem Windows Phone 7 für Handys bei den Kunden punkten kann. Darüber hinaus hat Erzrivale Apple mit dem Taschencomputer iPad einen Knüller auf den Markt gebracht, der Microsofts dominierende Rolle bei Laptops gefährden könnte.

Das boomende Geschäft mit Windows und Office gibt Microsoft das Selbstvertrauen und die nötigen Mittel, um an allen Fronten anzugreifen. Ob die Attacken jenseits der alt bewährten Software gelingen? Das ist eher zweifelhaft, schließlich lebt der Softwareproduzent heute noch im Wesentlichen von denselben Produktfamilien wie vor zehn Jahren - und das, obwohl sich das Management seit langem um ein breiteres Portfolio bemüht.

Doch eins darf nicht vergessen werden: Ein Konzern, der mit einem Umsatz von gut 16 Mrd. Dollar einen Gewinn von mehr als 5 Mrd. Dollar erzielt, der ist nicht zu unterschätzen. Die meisten anderen Großunternehmen der Welt wären froh, wenn die Marge auch nur annähernd so hoch ausfallen würde.

Joachim Hofer
Joachim Hofer
Handelsblatt / Korrespondent München

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