Mögliches Linksbündnis von PDS und WASG
Lafontaines Phantompartei

Wer steht eigentlich hinter Oskar Lafontaine? Nur Oskar Lafontaine selbst. Diejenigen, die mit ihm die SPD verlassen, wird man an den fünf Fingern einer Hand abzählen können. Über eine Anhängerschaft in seiner ehemaligen Partei verfügt der Saarländer nicht; über ein organisiertes Netzwerk schon gar nicht. Geschaffen haben „Lafontaine, den Linksabweichler“ die Medien. Weil er durch die Talkshows des deutschen Fernsehens tingelt, ist er für linke Sektierer als Galionsfigur für ihre jeweiligen Phantomparteien gefragt. Wenn es aber um Macht und Einfluss für Lafontaine geht, winkt selbst die PDS schon mal vorsichtig ab.

Ob also aus Lafontaines großem Projekt einer neuen Anti-Hartz-IV-Partei links von der SPD irgend etwas wird, erscheint bei realistischer Betrachtungsweise eher unwahrscheinlich. Zum neuen Karl Liebknecht, der einst die SPD spaltete und die Kommunistische Partei gründete, fehlt Lafontaine völlig das Zeug. Eher wird er in die Geschichte als Franz Schönhuber der deutschen Linken eingehen.

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