Münchener Rück
Enttäuschung

Die Nachrichten aus München sind schlecht: Die Münchener Rück, weltweit größter Rückversicherer, wird in diesem Jahr aller Voraussicht zum ersten Mal seit fast 100 Jahren unter dem Strich einen Verlust machen. Und die Zahlen für das dritte Quartal liegen deutlich unter den Erwartungen.

Die Nachrichten aus München sind schlecht: Die Münchener Rück, weltweit größter Rückversicherer, wird in diesem Jahr aller Voraussicht zum ersten Mal seit fast 100 Jahren unter dem Strich einen Verlust machen. Und die Zahlen für das dritte Quartal liegen deutlich unter den Erwartungen. Kein Wunder, dass die Aktie am Morgen zunächst in die Knie ging. Der Grund für die Misere liegt auch in Berlin: Die Bundesregierung plant derzeit, dass ein großer Teil der Abschreibungen und Verluste aus Aktienverkäufen steuerlich nicht abzugsfähig sind.

Und das würde die Münchener Rück ganz besonders treffen, denn der Konzern musste in den vergangenen Quartalen Abschreibungen in Höhe von mehreren Milliarden vornehmen. Noch ist das letzte Wort über die Steuerändeurng nicht gesprochen, aber der Versicherer geht schon vom schlimmsten aus.

Dabei ist die Situation des Konzerns im operativen Geschäft gar nicht so schlecht. Sowohl in der Rückversicherung als auch beim Erstversicherer Ergo wird operativ Geld verdient. Verheerende Naturkatastrophen blieben bisher aus. Und erst vor zwei Wochen spülte eine Kapitalerhöhung rund vier Milliarden Euro in die Kassen der Münchener Rück. Eigentlich eine gute Ausgangsbasis für das nächste Jahr.

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