Münchener Rück
Kommentar: Gefährlicher Schwenk

Der Kauf des amerikanischen Erstversicherers Midland durch die Münchener Rück zeigt zwei Dinge: zum einen, dass die Münchener mit ihrer Neuausrichtung ernst machen. Sie wollen partout – nicht nur auf dem US-Markt – profitabel wachsen. Und das ist derzeit nicht einfach.
  • 0

Der Deal zeigt aber auch, dass der zweitgrößte Rückversicherer der Welt dem ureigenen Kerngeschäft wenig Chancen einräumt, dieses gewünschte Wachstum zu erreichen. Der Markt für Rückversicherungen, also die Versicherung von Versicherungsgesellschaften, ist derzeit stark unter Druck.

Die Preise fallen und mit ihnen der Spielraum für Wachstum und Gewinn. Zudem geht die Nachfrage der Kunden nach Rückversicherungsschutz mit der Konsolidierungswelle in der Branche zurück. Außerdem landen bei den Rückversicherern vornehmlich volatilere Risiken, was Investoren nicht schätzen.

Der Schwenk in Richtung Endkunden ist logisch, jedoch gefährlich. Schließlich tritt ein Rückversicherer damit direkt in Konkurrenz zu seinen Kunden. Da mögen die Münchener noch so oft betonen, dass die Erst- und Rückversicherungsmärkte zusammenwüchsen.

Kommentare zu " Münchener Rück: Kommentar: Gefährlicher Schwenk"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%