Nach Promi-Hack
Apple kämpft gegen ein Vertrauensproblem

Kurz vor der Vorstellung neuer Produkte kommt Apple eine öffentlichkeitswirksame Panne in die Quere. Nun will das Unternehmen den Image-Schaden eindämmen. Ob es gelingt?
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Apple ist für seine Verschwiegenheit berüchtigt. Wenn der iKonzern sich bemüßigt fühlt, etwas offiziell zu kommentieren, weiß man: Es gibt ein ernsthaftes Problem.

Derzeit dürfte in der PR-Abteilung vermutlich Alarmstufe Rot herrschen. Hacker konnten offenbar intime Fotos von Prominenten stehlen, die das iPhone und den Online-Speicher iCloud nutzen. Im Netz spekulierten echte und selbsternannte Experten über Sicherheitslücken im System (wie es möglicherweise passiert ist, wird hier erklärt).

Nun meldet sich das Unternehmen mit einer Pressemitteilung zu Wort, die es über den Dienst Businesswire an die ganze Welt herausschickt: Nicht der Speicherdienst iCloud sei gehackt worden, sondern nur eine bestimmte Zahl von Nutzerkonten, versichert der Konzern. Es handle sich um eine „sehr gezielte Attacke“. Und selbstverständlich sei die Sicherheit der Nutzerdaten von höchster Bedeutung.

Apple will den Schaden eindämmen. Doch dafür ist es in mancher Hinsicht zu spät. Die schlimmsten Befürchtungen haben sich zwar nicht bestätigt, doch die öffentlichkeitswirksame Panne zeigt, wie leicht Kriminelle den vermeintlich sicheren Online-Speicher von Apple-Nutzern plündern konnten, begünstigt durch Fehler des Konzerns.

Der Zeitpunkt ist für das wertvollste Unternehmen der Welt höchst ungünstig: In einer Woche will Apple ein neues iPhone samt überarbeitetem Betriebssystem vorstellen, in dem Cloud-Dienste eine noch größere Rolle spielen als bislang. Womöglich kündigt der Konzern auch noch einen Bezahldienst für das Smartphone an – hier sind Sicherheit und Vertrauen noch wichtiger.

Allerdings können Nutzer die Schuld nicht allein auf Apple abwälzen. Sie selbst müssen mehr tun, um ihre Nutzerkonten besser abzusichern – Apple empfiehlt die Zwei-Wege-Authentifizierung, also einen doppelten Schutz. Das ist zwar etwas umständlicher, verhindert aber späteren Ärger. Rihanna und die anderen Stars können ein Lied davon singen.

Kommentare zu " Nach Promi-Hack: Apple kämpft gegen ein Vertrauensproblem"

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  • sehe ich ebenso; und Cloud (egal von wem) im allgemeinen würde ich nie für irgendetwas nutzen.

    Da frage ich mich als Privatperson einfach mal: muss man immer und überall auf alles zugreifen können; nur weil irgendwelche Pappnasen das so propagandieren? Die Frage kann sich jeder gesunde Menschenverstand wohl selbst beantworten. Und als Firma: never ever.

    100% Sicherheit gibt es einfach nicht; auch nicht bei Apple. Die kochen auch nur mit Wasser.

  • Wer so bescheuert ist, intime Fotos hochzuladen, der hat selbst schuld. Die Cloud kann man niemals zu 100% absichern, dass ist unmöglich. Ein Vorteil, jeder Hackerangriff hilft, Lücken zu schließen.
    Alle laden bei Facebook und Co private Dinge hoch und wundern sich dann, wenn man alles über einen weiß. Das Apple ein "geschlossenes" System hat, mag manche stören, der Vorteil ist einfach, es passt alles reibungslos zusammen. Sensible Daten sollte man in jedem Fall zusätzlich verschlüsseln, das ist heute ein Kinderspiel.

  • Normalerweise find ich es illigetim, den Opfern von kriminellen Machenschaften eine Mitschuld zu geben. Aber in diesem Fall sorry. Apple ist eine Firma, die offensichtlich mit der NSA kooperiert. Die Firma zwingt einen, proprietäre Software zu verwenden, um Smartphones mit dem Computer zu verbinden. Man kann dies nicht über unverdächtige Software, die nicht aus den USA stammt. Apple stellt Mobiltelefone her, deren Akkus man nicht einfach mal heraus nehmen kann. Sorry, so einer Firma vertraut man einfach nicht vertrauliche Daten oder gar intime Bilder in der Cloud an.

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