Naher Osten: Die Krise kann jederzeit eskalieren

Naher Osten
Die Krise kann jederzeit eskalieren

Die Lage in Israel ist bedrohlich. Spannungen im Nahen Osten könnten schnell außer Kontrolle geraten. Die Diskussionen über einen Militärschlag Israels nehmen zu. Aber solange debattiert wird, fallen noch keine Bomben.
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DüsseldorfSeit 1948, dem Gründungsjahr des jüdischen Staates, war die Lage Israels selten bedrohlicher als jetzt. Die arabischen Revolutionen haben die strategische Position Israels grundlegend verändert. Ägypten hat den Friedensvertrag mit Israel zwar nicht gekündigt. Aber die Islamisten, die jetzt im ägyptischen Parlament in der Mehrheit sind, verfolgen eine antiisraelische Linie.

Kairo lässt Terroristen auf der Sinai-Halbinsel, dem israelisch-ägyptischen Grenzgebiet, gewähren. Noch bedenklicher sind die Folgen der Revolte gegen den syrischen Präsidenten Assad. Aus Angst vor israelischen Gegenschlägen haben Hafiz el Assad und sein Sohn Baschar während Jahrzehnten für Ruhe an der Grenze zu Israel gesorgt. Jetzt könnte Baschar versuchen, sein gespaltenes Land hinter sich zu vereinen, indem er einen Angriff auf Israel startet. Dass er dabei auf tatkräftige Unterstützung aus Teheran zählen könnte, ist mehr als wahrscheinlich.

Ein von Syrien ausgehender regionaler Flächenbrand lässt sich nur vermeiden, wenn es zu einer geordneten Ablösung des Regimes Assad kommt und die Nachfolger die Zusammenarbeit mit Teheran abbrechen. Das Ende der Allianz wäre die Quittung für die Unterstützung, die Assad derzeit von der Islamischen Republik und der Hisbollah erfährt. Sollte Iran als Schutzherr Syriens ausscheiden, könnte Ankara den Part übernehmen und für Stabilität sorgen. Die Türkei wird sich nicht zweimal bitten lassen, in der Post-Assad-Ära ihren regionalen Einfluss weiter zu steigern.

Sollte das Assad-Regime aber unkontrolliert auseinanderbrechen, droht Syrien zu einem zweiten Somalia zu verkommen. Soeben hat auch die El Kaida offen zum Kampf gegen Assad aufgerufen. Bereits deshalb spricht man in Washington, Ankara und in Jerusalem davon, mit einem militärischen Eingreifen den gefährlichen Wirren in Syrien ein Ende zu setzen. Die syrische Armee verfügt über chemische Waffen und Mittelstreckenraketen. Fallen diese in die Hände von Terroristen, wäre nicht nur Israel mit einer neuen, bedrohlichen Gewaltquelle konfrontiert, sondern ebenso der Westen.

Zu Israels Ungunsten verläuft auch die politische Entwicklung bei den Palästinensern. In der palästinensischen Regierung auf der Westbank, die vom moderaten, pro-westlichen Salam Fayyad geleitet wird, könnte demnächst die radikal-islamische Hamas einziehen. Dann wäre nur wenige Kilometer von Tel Aviv und Jerusalem entfernt eine Bewegung an der Macht, welche in ihrer Charta dazu aufruft, mit Gewalt gegen Israel zu kämpfen. Das sind nicht leere Drohungen. Der Gaza-Streifen, wo die Hamas bereits seit fünf Jahren regiert, ist mit Duldung der Radikal-Islamisten eine Militärbasis für Terroristen geworden.

Kommentare zu " Naher Osten: Die Krise kann jederzeit eskalieren"

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  • @Anonymer Benutzer: Andi
    Zitat: Ein Militaerschlag ist laengst ueberfaellig.
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    Dann bereiten sie sich schon mal vor. Wer den krieg will, der soll auch dort mitkämpfen, rein in den Kampfanzug, Sturmgepäck auf den Rücken, Gewehr über die Schulern und los mit ihnen.
    Nicht die Söhne anderer Mütter verheizen, sondern selber losmarschieren, auf in den Kampf, schießen und die Drecksarbeit erledigen.
    Freiwillige vor!

  • Wie bitte? Eine falsche Uebersetzung? Ich kann es kaum glauben. Wenn ein Politiker etwas sagt, dass auch nur im Ansatz missverstanden werden kann, handelt es sich bestimmt nicht um einen Uebersetzungsfehler. Ein Militaerschlag ist laengst ueberfaellig. Diplomatie wirkt bei religioes verklaerten Regimen offenbar nicht.

  • Was 20 Jahre Gelaber gebracht haben erleben wir heute…

    Die größere Katastrophe ist aber, dass sich diese ganzen West-Laber-Vollpfosten resistent gegen die Wirklichkeit wehren!

    Solche Leute kann ich nur als Vollidioten wahrnehmen!

    Wie Gut, dass hoffentlich bald dieser gefährliche Irrsinn dieser Größenwahnsinnigen Moslems endgültig weggepustet wird.

    Wie bescheuert muss man eigentlich sein, Verständnis für diese Größenwahnsinnige iranische Führung der Schlächter aus dem Mittelalter aufzubringen?

    Denen kann doch nicht mal mehr ein Arzt helfen.

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