Nasda übernimmt OMX
Kommentar: Dream-Team

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Nun hat es also doch geklappt: Die kleine, aber feine nordeuropäische Börse OMX kommt unter die Haube. Mit der amerikanischen Nasdaq will die OMX ein „Dream-Team" bilden und Technologievorreiter in Europa werden. Mehrere Anläufe waren nötig, doch nun scheint es so, dass die Nasdaq nach ihrem missglückten Versuch in London einen anderen Partner gefunden hat.

Die Stockholmer OMX ist mit ihren Börsen in Stockholm, Helsinki, Kopenhagen, Reykjavik, Tallinn, Riga und Vilnius mittlerweile zu einem der größeren Handelsplätze aufgestiegen. Wichtiger aber noch: OMX war schon immer ein Pionier in Europa.

Die Börse in Stockholm war die erste, die selbst an die Börse ging. Sie entwickelte fortan ein Handelssystem, das mittlerweile weltweit von mehr als 40 Börsen verwendet wird. Und OMX erkannte lang vor den meisten anderen Handelsplätzen in Europa, dass eine Konsolidierung der gesamten Branche ansteht. Früh schon übernahmen die Stockholmer die Börsen in einem Großteil des Ostseeraums.

Heute gibt es gemeinsame Indices, und die Aktien aller nordeuropäischen Unternehmen können in der gesamten Region gehandelt werden. Für die Nasdaq sicherlich reizvoll, zumal mit Handy-Weltmarktführer Nokia und Netzausrüster Ericsson gleich zwei Schwergewichte im hohen Norden notiert sind. Und OMX kann sich freuen, dass die Liquidität steigen wird und die investionsfreudigen Nordeuropäer direkten Zugriff auf den riesigen US-Markt erhalten.

Helmut Steuer berichtet für das Handelsblatt aus Skandinavien. Regelmäßig ist er auch in der Ukraine unterwegs.
Helmut Steuer
Handelsblatt / Korrespondent

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