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Albernheit der Weblogs

Woran merkt man, dass in Unternehmen die Gelder für Fortbildung nicht mehr so locker sitzen? Vielleicht daran, dass Mitarbeiter einer Versicherung eine Innovation nicht kennen, obwohl sie derzeit auf den Fachkongressen der Republik vor und zurück diskutiert wird. Weblogs, zum Beispiel.

HB DÜSSELDORF. Woran merkt man, dass in Unternehmen die Gelder für Fortbildung nicht mehr so locker sitzen? Vielleicht daran, dass Mitarbeiter einer Versicherung eine Innovation nicht kennen, obwohl sie derzeit auf den Fachkongressen der Republik vor und zurück diskutiert wird. Weblogs, zum Beispiel. Diese Internet-Tagebücher werden wahlweise als gewaltige Gefahr für Unternehmen herauf beschworen oder als Riesenchance in den Himmel gejubelt.

Ein solches Weblog betreibt ein Dutzend Anwälte aus dem ganzen Bundesgebiet unter der Web-Adresse www.rsv-blog.de. RSV steht für Rechtschutzversicherung und ihre Erfahrungen mit selbigen schildern die Advokaten mit manchmal deftigen Worten.

So auch den Ärger eines Mandanten mit der Concordia, die für eine Deckungszusage von unter 500 Euro einen Papierkrieg anzettelt. Als Anwalt Carsten Hoenig auf das Weblog hinwies, kommentierte die Concordia: "Bereits aus zeitlichen Gründen bitten wir Sie, uns mit den von Ihnen im Internet veranstalteten Albernheiten zu verschonen."

Das mittelfristige Ergebnis solch unterhaltsamer Kommentare haben schon andere Unternehmen zu spüren bekommen. Denn diese Sätze zitieren gerne andere Weblogs, und alle werden sie von Google durchsucht. Wer bald nach Concordia sucht, dürfte als einen der ersten Treffer die Geschichte um die Deckungszusage finden.

Thomas Knüwer
Thomas Knüwer
Handelsblatt / Reporter
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