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Auf dem Weg nach Indien

Der umtriebige Chef des Fach- und Wissenschaftsverlags Springer Business+Science, Derk Haank, sorgte bei seinem Besuch in Indien für viel Wirbel. Der Niederländer sprach angeblich davon, 1550 Arbeitsplätze von Deutschland und den USA nach Indien zu verlagern.

Die Aufregung an den Konzernstandorten New York, Berlin und Heidelberg ist groß. Eine Sprecherin versucht zu beruhigen und spricht von einem Missverständnis. Tatsächlich hat der weltweit zweitgrößte Wissenschaftsverlag, der nichts mit der Axel Springer AG zu tun hat, bisher nur 300 Stellen gestrichen, davon knapp 100 in Deutschland.

Doch trotz des Dementis ist klar: Bei den Spezialverlagen heißt das gelobte Land Indien. Schon heute arbeiten in Madras 1200 Beschäftigte von Springer Business+Science für englischsprachige Periodika. In Zukunft werden es noch viele hundert Arbeitsplätze mehr werden. Ob die deutsche Sprache gerade im Technik- oder Finanzbereich dauerhaft Schutz vor Jobverlagerungen bietet, ist mehr als fraglich.

Hans-Peter Siebenhaar ist Handelsblatt-Korrespondent in Wien und ist Autor der Kolumne „Medienkommissar“.
Hans-Peter Siebenhaar
Handelsblatt / Korrespondent für Österreich und Südosteuropa
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