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Aus AOL wird Yahoo

Das gewaltige Projekt soll 500 Millionen Dollar kosten: Mehr als ein Jahr haben Entwickler am neuen AOL-Portal gebastelt. Für AOL könnte das neue Portal der große Befreiungsschlag werden. Oder zur endgültigen Scheidung von Time Warner führen.

Voraussichtlich noch in diesem Monat wird die Online-Tochter des Medienkonzerns Time Warner ihr neues Angebot öffentlich zugänglich machen, spekuliert das Wall Street Journal. Bisher waren bei AOL die meisten Dienste zahlenden Abonnenten vorbehalten. In den Anfangszeiten des Internets ging diese Strategie auf: Die Kunden waren froh, alles aus einer Hand serviert zu bekommen.

Doch nun sinkt die Zahl der AOL-Abonnenten von Quartal zu Quartal. Ausgerüstet mit einem schnellen Internet-Zugang via Breitband suchen sich die Nutzer ihre Inhalte selbst zusammen. Time Warner-Chef Richard Parson gerät unter Druck.

Der Medienkonzern wird zudem von US-Pensionskassen beschuldigt, durch die Fusion mit AOL die Aktionäre geschädigt zu haben. Regelmäßig gibt es Spekulationen über einen Verkauf oder einen Börsengang der Tochter.

Die Gerüchte könnten verstummen, wenn sich AOL wie geplant durch das neue Portal ein größeres Stück vom Online-Werbekuchen abschneiden kann. Das Portal soll großzügig mit Grafiken und Filmchen ausgestattet sein und würde somit auch für neue interaktive Internet-Anzeigen ein gutes Umfeld bieten.

Das Problem dabei: Ein weitgehend frei zugängliches, weltweit aktives und erfolgreiches Portal gibt es bereits. Es heißt Yahoo.

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