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Ausbau statt Abbau

Die Telekom erweckt oft den Eindruck, die Innovationslokomotive im deutschen TK-Sektor zu sein. Die Telekom hat ihren F&E-Aufwand jedoch relativ zum Umsatz von 1,86 Prozent im Jahr 2001 auf 1,55 Prozent im Jahr 2004 gesenkt.

Im jüngsten Geschäftsbericht verschreibt sie sich dem Ziel "das T zu einem Gütesiegel zu entwickeln, das - aus Kundensicht - für Qualität, Innovation und Effizienz steht". Die Basis für Produkt- und Prozessinnovationen von morgen legen Unternehmen durch Forschung & Entwicklung (F&E) heute. Die Telekom hat ihren F&E-Aufwand relativ zum Umsatz von 1,86 Prozent im Jahr 2001 auf 1,55 Prozent im Jahr 2004 gesenkt. Im Durchschnitt des Verarbeitenden Gewerbes in Deutschland liegt diese Kennzahl mindestens 50 Prozentpunkte höher.

Entgegen der Innovationsrhetorik steht es mit dem F&E-Engagement des deutschen TK-Marktführers also nicht zum Besten. Und so feiert die Telekom Angebote als Innovationen, die im Ausland oder bei Wettbewerbern in Deutschland längst verfügbar sind. Auch die Bandbreitenerhöhung bei ADSL-Anschlüssen auf 3 Mbit/s ist wahrlich kein Quantensprung. Andere Netzbetreiber vermarkten Internetzufahrten, auf denen die Bits mehr als doppelt so schnell unterwegs sind. Angesichts von Innovationsschwächen muss das Unternehmen wieder mehr Mittel für F&E bereitstellen, die auf radikale technologiegetriebene Innovationsfortschritte zielen. Sonst wird es mit dem von Telekom-Chef Ricke angepeilten profitablen Wachstum längerfristig schwierig.

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