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Bremse für WLAN

In Deutschland betreiben mindestens zwei Dutzend Unternehmen an mehr als 5000 Standorten öffentliche WLAN. Diese Funknetze bieten an "Hot Spots" wie z.B. Messehallen einen Internetzugang, der viel flotter ist als ein Zugang per Mobilfunknetz. Bislang steigt der WLAN-Verkehr aber nur gemächlich.

Hauptursache dafür ist, dass WLAN als UMTS-Ergänzung für Laptop-Nutzer positioniert wird. Technisch sind aber auch Endgeräte möglich, die Sprachverbindungen über WLAN realisieren. Telefonie über WLAN ist für Festnetzbetreiber attraktiv, die sich gegen die Kannibalisierung des Stammgeschäfts durch Mobilfunkverbindungen zur Wehr setzen wollen. Mobilfunknetzbetreiber haben hingegen kein Interesse an billiger WLAN-Telefonie, da sie ihre hohen UMTS-Investitionen durch mobile Sprachverbindungen wieder einspielen müssen.

Deswegen forciert keiner der vier deutschen Mobilfunker Telefonie über WLAN. Daran wird auch die Kooperation zwischen Vodafone und dem britischen WLAN-Spezialisten The Cloud nichts ändern. Ein enormer Entwicklungsschub ist allerdings möglich, wenn die Deutsche Telekom sich dazu entschließt, die Verantwortung für das heimische WLAN-Geschäft von der Mobilfunk- auf die Festnetzsparte zu verlagern. Die T-Com-Kollegen dürften begeistert sein, einmal nicht zugunsten der Mobilfunker zurückgesetzt zu werden.

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