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Der Wahn vor der Cebit

Am 18. März beginnt in Hannover die Cebit, die größte Computermesse der Welt. Fragt sich nur, ob sich dieses Jahr überhaupt noch jemand für den Branchentreff der IT-Industrie interessiert.

Denn momentan präsentiert jeden Tag ein anderes Unternehmen seine Cebit-Neuheiten. Heute zeigt Fujitsu Siemens, Europas größter Computerhersteller, seine neuen Geräte in München. Die Tendenz, immer früher zu informieren, geht inzwischen so weit, dass mehrtägige "Cebit-Previews" organisiert werden. An diesen Veranstaltungen nehmen dutzende Unternehmen teil.

Dahinter steckt Kalkül: Die Firmen wollen die Medien möglichst früh ins Boot holen, damit ihre Produkte pünktlich zur Cebit in Zeitungen, Magazinen und im Fernsehen auftauchen. Zudem haben die Hersteller Angst, dass ihre Botschaften im Trubel der riesigen Veranstaltung untergehen. So weit so gut. Wenn alle Neuheiten aber längst vor der Messe bekannt werden, verliert die Ausstellung viel von ihrem Reiz. Sicher: Die Cebit ist und bleibt ein wichtiger Ort, um Kunden und Kollegen zu treffen. Wer sich aber für Neuheiten interessiert, der kann sich den Weg getrost sparen. Denn bis die Cebit in sechs Wochen ihre Tore öffnet, sind die neuen Produkte garantiert jedem bekannt.

Joachim Hofer
Joachim Hofer
Handelsblatt / Korrespondent München
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