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Dicker Dampfer Siemens

Trotz kriselnder Handysparte ist Siemens nach wie vor einer der großer Dampfer im europäischen Mobilfunkgeschäft: Um das zu beweisen, hat Siemens seinen Namen in riesigen Lettern auf ein großes Schiff malen lassen, das derzeit vor der Küste von Cannes als schwimmende Messehalle kreuzt - dort findet die Branchenmesse 3GSM statt.

Doch die Handysparte macht Siemens keine Freude, denn sie schreibt pro Quartal dreistellige Millionenverluste. Unter anderem deshalb, weil die Münchener zuerst den Trend zum Klapphandy verschlafen haben, dann die rechtzeitige Entwicklung von UMTS-Handys und im Vergleich zu Mobilfunkaufsteigern wie Samsung oder LG zu spät auf die Entwicklung von hochauflösenden Farbdisplays und Smartphones gesetzt haben.

Neben technischem Rückstand macht Siemens auf den internationalen Märkten vor allem eins zu schaffen: Außerhalb Deutschlands werden seine Handys weder als besonders innovativ noch als qualitativ hochwertig wahrgenommen. Deshalb dürfte es für den Konzern schwierig werden, die Mobilfunksparte zu verkaufen oder einen Kooperationspartner zu finden. Auch in Cannes blieb Siemens eine Antwort schuldig, wie es mit diesem Bereich weitergehen soll. Nun kommt 2005 noch ein sich abschwächendes Marktwachstum hinzu, was die Attraktivität eines Fremdinvestments ebenfalls bremsen dürfte. Im Siemens-Vorstand dürfte sich daher die Einsicht breitmachen, dass es einen schnellen Ausstieg aus dem Mobilfunkgeschäft nicht geben wird. Den Münchenern wird voraussichtlich nichts anderes übrig bleiben, als den Siemens-Mobil-Dampfer gleichzeitig wieder unter Volldampf und auf Kurs zu bringen.

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