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Digitaler Kabelsalat

In Deutschland stieg die Zahl der Haushalte, die digital fernsehen, innerhalb nur eines Jahres um 2,4 Mio. oder 73 Prozent auf 5,7 Mio. Ende Januar 2005. Dabei fällt auf, dass hierbei die Zahl der digitalen Kabel-TV-Haushalte nur um 0,5 Mio. zunahm: Mehr als 90 Prozent der Kabel-Kunden empfangen derzeit noch analoges TV.

Das dürfte sich kaum ändern, wenn die Kabelbranche dabei bleibt, Kunden in erster Linie mit digitalen Pay-TV-Paketen anzusprechen. Pay-TV hat es hierzulande wegen der vielen frei empfangbaren Kanäle schwer, auch wenn man es nicht wie Premiere als Hochpreisprodukt vertreibt.

Um Kunden für den digitalen Kabelempfang zu gewinnen, müssen Kabelnetzbetreiber andere Wege gehen. Erstens sollten sie Komplettlösungen mit Rückkanal offerieren, der es dem Zuschauer erlaubt, sich zu einem niedrigen Preis bequem per Fernbedienung an Mitmach-Sendungen zu beteiligen. Zweitens sollten sie Pakete aus Digital-TV, Internet- und Telefonanschlüssen schnüren, die sie zu deutlich niedrigeren Preisen als heute vermarkten. Drittens sollten sie ihre Lobbyarbeit für hoch auflösende TV-Ausstrahlungen (HDTV) forcieren. Viertens sollten sie bundesweit eine gemeinsame Marke schaffen, unter der sie Vorzüge des digitalen Kabel-TV dem Normalverbraucher aktiv vermitteln.

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