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Drei, zwei, eins - weg

Abgezockt wird nicht nur bei deutschen Fußballwetten. Rund 53 Prozent aller Betrugsversuche, die Verbraucher bei der US-Aufsichtsbehörde FTC gemeldet haben, beziehen sich mittlerweile auf das Internet.

Dabei sind die Internet-Auktionen mit einem Gesamtanteil von 16 Prozent zum beliebtesten Betrugs-Vehikel geworden. "Drei, zwei, eins - weg."

Wie dramatisch das Problem ist, wird deutlich, wenn man sich nur auf das Internet konzentriert, also den "Offline-Betrug" weglässt. Bei den Online-Betrugsversuchen steigt der Anteil der Web-Auktionen auf 48 Prozent.

Zugegeben: Betrug hat es immer schon gegeben und wird es immer geben. Aber die Konzentration auf Web-Auktionen ist nicht zufällig. Betrug findet besonders da statt, wo die Betrüger die geringsten Risiken erwarten. Und da bieten sich viele der Auktionsplattformen mit ihren vergleichsweise laschen Identitätsprüfungen geradezu an.

Zudem lassen sich bequem unseriöse Deals mit Kleinstbeträgen organisieren. Die Geprellten scheuen oft den Gang zum Kadi, weil der Kostenaufwand zu hoch ist. Für die Abzocker gilt dagegen: Kleinvieh macht auch Mist.

Solange sich das nicht ändert, bleibt Verbrauchern (und Verkäufern) nichts anderes übrig, als im Zweifel lieber von einem verlockenden Angebot oder dubiosen Zahlungsmodalitäten Abstand zu nehmen. Gesundes Misstrauen ist immer noch der beste Schutz.

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
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