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Ebay im Kaufrausch

Im Online-Auktionsgeschäft stößt Ebay an Expansionsgrenzen. Um dem Kapitalmarkt trotzdem weiter eine Wachstumsstory zu bieten, kauft Ebay den Internet-Telefonieanbieter Skype für zunächst 2,6 Mrd. Dollar.

Weitere 1,5 Mrd. werden 2008 fällig, wenn Skype bestimmte Geschäftsziele erreicht. Letztes Jahr erzielte Skype mit 54 Millionen Nutzern sieben Mill. Dollar Umsatz, also gut 1 US-Cent pro Kunde und Monat. Nimmt man optimistisch an, dass Skype sein Umsatzziel von 200 Mill. Dollar 2006 erreicht und die Zahl der "Skyper" sich bis dahin verdreifacht, dann liegt der Monatsumsatz pro Kunde bei zehn Cent. Hiermit sind die Skype-Betriebs - und Interconnectionkosten zu bestreiten. Zudem steht Skype in Europa im Wettbewerb mit DSL-Spezialisten, die mit Billig-Telefonie übers Internet Anschlusskunden werben. Oft haben deren Angebote gegenüber Skype den Vorteil, dass sie nicht bloß vom PC aus funktionieren und für den Nutzer eine feste Telefonnummer beinhalten.

Mit Skype als eigenständigem Geschäft wird Ebay deshalb weder den Internet-Telefoniemarkt dominieren noch attraktive Gewinne einspielen. Wenn es Ebay darum geht, über Internet-Telefonie den Austausch zwischen Auktionsfans zu verbessern, um den Handel zu beflügeln, dann gibt es dafür Plattformen, die preiswerter sind. Andere Branchengrößen haben sich auch um Skype bemüht, Ebay war jedoch seinem ökonomisch absurden Gebot "erfolgreicher". Aber das Phänomen des Auktionsrausches kennt das Unternehmen ja gut.

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