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Einkaufslaune hält an

Und wieder kann er einen Haken machen: Masayoshi Son, Gründer des japanischen Internetkonzerns Softbank, hat gestern seinen neuesten Zukauf unter Dach und Fach gebracht.

Er hat die Übernahme der japanischen Tochter von Cable & Wireless abgeschlossen. Diese vereint Son jetzt mit dem drittgrößten japanischen Festnetzbetreiber Japan Telecom, den er sich vorher zugelegt hatte und der mit günstigen Tarifen den Markt aufwirbeln soll. Dass Son sich darauf versteht, hat er mit dem Internetdienst Yahoo BB gezeigt, der dem japanischen Festnetzmarktführer NTT schon seit längerem zusetzt.

Nur eines fehlt Son jetzt noch zum vollkommenen Glück: Er will auch im Mobilfunkgeschäft mitmischen. Er hat aber keine Mobilfunklizenz. Und ein Unternehmen mit einer Mobilfunklizenz steht in Japan nicht zum Verkauf. Es gibt nur einen Mobilfunkbetreiber, der gegen Marktanteilsverluste und Kundenschwund kämpft: die japanische Tochter des britischen Mobilfunkkonzerns Vodafone. Und sollten diese Schwierigkeiten anhalten, wäre Son ein äußerst williger Problemlöser, sagen Analysten. Der Kauf der japanischen Vodafone-Gesellschaft wäre für ihn ein Weg, um schnell in die mobile Kommunikation einzusteigen und nicht erst ein eigenes Netz aufziehen zu müssen.

Noch ist bei Vodafone nicht davon die Rede, das Japan-Geschäft aufzugeben. Es gibt nur ein kleines Indiz, das mal in diese Richtung deuten könnte: Vodafone hat jüngst Bill Morrow zum Chef der japanischen Tochter gemacht. Den selben Posten hatte Morrow bei Japan Telecom inne. Das Unternehmen gehörte mal Vodafone, bevor es über einen kleinen Umweg bei Son landete.

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