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Erneuter Anlauf

Langsam wird es zu einer Tradition: Alle zwei Jahre stellt die Deutsche Telekom beim Regulierer den Antrag, die Preise für die letzte Meile zu erhöhen - das sind die letzten Meter Telefonleitung bis zum Wohnzimmer der Kunden, die in der Regel der Telekom gehören und die die Konkurrenten mieten müssen, wenn sie eigene Telefonanschlüsse vermarkten. Und alle zwei Jahre fordert die Telekom denselben Preis: 17,40 Euro sollen die Wettbewerber monatlich zahlen.

Jetzt ist es wieder soweit: Die Telekom hat einen erneuten Versuch gemacht, ihre 17,40 Euro beim Regulierer durchzusetzen. Alles andere sei nicht kostendeckend, so der Bonner Konzern. Bislang ist die Telekom damit stets gescheitert und es spricht auch nichts dafür, dass es jetzt anders sein sollte.

Derzeit liegt die Monatsmiete für die letzte Meile bei 11,80 Euro und damit schon über dem europäischen Durchschnitt. In Ländern wie Italien ist dieser Preis inzwischen sogar auf gut acht Euro im Monat gesunken. Es gibt keinen Grund, warum die Deutsche Telekom hier deutlich höhere Kosten haben sollte als die Telecom Italia.

Eine Absenkung auf das italienische Niveau muss der Bonner Konzern dennoch nicht befürchten. Regulierer Matthias Kurth wird den Preis wohl nur um ein paar Cent senken - eine Regulierungspolitik der kleinen Schritte. Auch das hat Tradition.

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